Jahresbilanz 2016 Deutschland zahlt 6,4 Milliarden Euro weniger für Ölimporte

Die deutsche Ölrechnung fiel 2016 deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Die Importe blieben mengenmäßig zwar etwa gleich, der Preis war allerdings deutlich niedriger. Rund 40 Prozent kommen aus Russland.

Ölpipeline in Sibirien
REUTERS

Ölpipeline in Sibirien


Die deutsche Wirtschaft musste 2016 dank der global relativ niedrigen Rohölpreise deutlich weniger für den Import des Rohstoffs zahlen. Davon profitierten auch die Verbraucher.

Die Ölrechnung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Milliarden Euro auf 26,1 Milliarden Euro. Damit zahlte Deutschland für seine Ölimporte nur noch gut halb so viel wie 2014. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im hessischen Eschborn hervor.

Grund für die Entlastung ist im Wesentlichen ein niedrigerer Einfuhrpreis. Der Importpreis für Rohöl fiel 2016 um 19,4 Prozent auf 286,50 Euro je Tonne. Die importierte Menge veränderte sich dagegen kaum und betrug mit 91,1 Millionen Tonnen lediglich 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das meiste Öl kam dabei aus Russland - gut 36 Millionen Tonnen. Der Marktanteil erhöhte sich von 35,7 auf 39,6 Prozent. Norwegen und Großbritannien auf den Plätzen zwei und drei verloren dagegen mit ihrem Nordsee-Öl jeweils gut ein Prozent und kamen zusammen auf 22,2 Prozent Marktanteil.

Weitere bedeutende Lieferländer sind Kasachstan (9,2 Prozent) und Aserbaidschan (5,6 Prozent). Die fünf größten Ursprungsländer liefern damit mehr als drei Viertel der deutschen Importe. Insgesamt bezog Deutschland Rohöl aus mehr als 30 verschiedenen Ländern.

Der Ölpreis war bereits Ende 2014 drastisch gefallen. Bis Anfang 2016 setzte sich der Absturz fort. Seitdem hat sich der Preis aber wieder etwa verdoppelt. Ein 159-Liter-Fass der Nordseesorte Brent kostet mittlerweile rund 55 Dollar - so viel wie Mitte 2015. Zum Vergleich: Mitte 2014 hatte der Preis noch bei mehr als hundert Dollar gelegen.

stk/dpa



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cptlars 18.02.2017
1. 2006?
in der Überschrift steht 2006... Im Text was von 2014... Ist evtl 2016 gemeint?
querdenker1964 18.02.2017
2. gehen Spiegelautoren auch mal tanken?
Mir ist es nämlich scheiss egal wieviel "Deutschland" für Öl zahlt - ich zahle seit mehreren Monaten mehr als zuvor...
herm16 18.02.2017
3. kommentar Querdenker1964
jetzt raten Sie Mal warum?
bebreun 18.02.2017
4. und 2017 oder 2018
sind es dann wieder 6 Mrd. mehr oder noch viel mehr.
karl-felix 18.02.2017
5. Na,ja
Zitat von bebreunsind es dann wieder 6 Mrd. mehr oder noch viel mehr.
das wäre dann immer noch spottbillig, wenn wir 2014 ca. 25 Milliarden mehr zahlten . Und da ging es uns ja auch nicht gerade schlecht, oder ? Da war nur der Druck zur Effizienzerhöhung stärker als heute bei den billigen Preisen .
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