Abgang bei Ölkartell Katar steigt aus der Opec aus

Das Emirat Katar hat angekündigt, dem Ölkartell Opec den Rücken zuzukehren. Hintergrund ist wohl ein Konflikt mit Saudi-Arabien.

Katars Hauptstadt Doha
AP

Katars Hauptstadt Doha


Das an Rohstoffen reiche Emirat Katar will die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) verlassen. Katars Mitgliedschaft in dem Kartell werde im Januar 2019 enden, kündigte Energieminister Saad al-Kaabi am Montag in Doha an. Die Opec wurde seinen Angaben zufolge am Montagmorgen kurz vor der Bekanntgabe über die Entscheidung informiert.

Hintergrund könnte der andauernde Konflikt Katars mit dem größeren Nachbarland Saudi-Arabien sein. Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien hatte gemeinsam mit seinen Verbündeten Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten im Sommer 2017 ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Golfstaat verhängt. Sie werfen Katar vor, "Terrorismus" zu unterstützen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran - dem Erzfeind Saudi-Arabiens - zu pflegen. Doha weist die Vorwürfe zurück.

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Katar: Zwergstaat, ganz groß

Katar gehört innerhalb der Opec allerdings zu den Ölproduzenten mit verhältnismäßig geringem Gewicht. 2016 stand das Land nach Ölfördermenge auf Rang 16 der Opec-Staaten, mit einem Anteil von 1,8 Prozent der weltweiten Ölproduktion. Größer ist Katars Bedeutung als Exporteur von Erdgas: Dort ist das Emirat weltweit die Nummer 1, gefolgt von Norwegen und den USA.

beb/dpa/Reuters



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