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Vor Opec-Treffen: Ölpreis rutscht auf tiefsten Stand seit vier Jahren

Opec-Staaten: Herrscher über das Öl Fotos
AFP

Der Preisverfall beim Öl beschleunigt sich. Die wichtigen Sorten Brent und WTI kosten so wenig wie seit Jahren nicht mehr. Steuert das Opec-Kartell nun dagegen und drosselt die Fördermenge?

Singapur - Die im Ölkartell Opec organisierten Förderländer haben es in der Hand: Entscheiden sie sich bei ihrem Treffen an diesem Donnerstag für eine geringere Fördermenge, um den Preisverfall beim Öl aufzuhalten? Oder setzen sie auf die regulierende Kraft der Märkte?

Insidern zufolge zeichnet sich vor der Sitzung in Wien ab, dass die Opec-Mitgliedstaaten trotz des rasanten Preisverfalls an ihren Fördermengen von 30 Millionen Barrel pro Tag festhalten wollen. Sie seien zu der Übereinkunft gekommen, bei den Gesprächen keine Drosselung zu beschließen, sagte ein Delegierter aus der Golfregion.

Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hatte ebenfalls im Vorfeld erklärt, dass sich der Preis "irgendwann von selbst" stabilisieren werde - und damit eine Kürzung nach Ansicht von Branchenkennern faktisch ausgeschlossen.

Seit Juni sind die Ölpreise bereits um gut ein Drittel gesunken. Am Donnerstag gaben sie erneut stark nach, sie fielen auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren. Im asiatischen Handel verbilligten sich am Donnerstag Futures für Nordseeöl der Sorte Brent Chart zeigen auf 76,28 Dollar pro Fass - ein Minus von mehr als einem Dollar. US-Leichtöl der Marke WTI gab ebenfalls um mehr als einen Dollar auf 72,61 Dollar je Barrel nach.

Weit entfernt von den Höchstständen

Kurzer Rückblick: Im Jahr 2008 hatte der Ölpreis erstmals die 140-Dollar-Marke geknackt. Damals rechneten einige Experten sogar damit, dass ein Fass des begehrten Rohstoffs die 200-Dollar-Marke überspringen könnte.

Wie unwahrscheinlich das aus heutiger Sicht ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen. Denn obwohl Krisen und Kriege die wichtigsten Ölförderregionen der Welt seit Monaten beherrschen, geben die Preise zusehends nach. Das hat mehrere Gründe: So ist das Angebot trotz der Konflikte weitestgehend stabil geblieben, die Nachfrage aber angesichts der schwachen Konjunktur weltweit insgesamt gesunken.

yes/dpa/Reuters

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1.
monzaman 27.11.2014
Na sowas...und der Preis für einen Lilter Superbenzin pendelt seit Jahren im Durchschnitt zwischen 1,40 - 1,50 € !
2. Der wesentliche Grund ist Fracking in den USA
sapere+aude 27.11.2014
Witzig, dass der Artikel über den verfallenden Ölpreis berichtet, ohne den ganz wesentlichen Grund dafür zu nennen: Fracking in den USA. Hier ein Link zu einer offiziellen US-Statistik zu den amerikanischen Netto-Ölimporten: http://www.eia.gov/dnav/pet/hist/LeafHandler.ashx?n=pet&s=mttntus2&f=m Die Amerikaner importieren nur noch so wenig Öl wie zuletzt 1986. Das sind rund 60% weniger als in der Spitze um 2007. Geopolitisch ist das durchaus ein Glücksfall: Es kommt weniger Geld bei Staaten an, die aus Hobby Terrororganisationen finanzieren.
3. Preise
qwei 27.11.2014
Als er teuer wurde haben die Medien berichtet das alles teurer wird. Auch habe ich halbjährlich eine Strompreis Erhöhung bekommen. Wo bleiben die Berichte das alles billiger wird.
4. Nein, Opec will Ölpreis nich weiter sinken lassen!
megamekerer 27.11.2014
Es gibt zwei Gründe warum Saudi Arabien und seine Verbündeten beim Opec den Ölpreis immer weiter sinken lassen. 1- Die Förderkosten in USA sollen über den Opec Ölpreis liegen, somit wird für USA günstiger sein Öl zu kaufen anstelle zu fördern! 2- Iran liefert wieder Öl und mildert die Auswirkungen der Sanktionen, so wollen einige arabische Länder Iran wieder in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Daher wird der Ölpreis weiter sinken, Preise pro Barrel unter 50 Dollar werden wir noch erleben. Ich freue mich auf billigere Benzin!
5. Technische Marktmechanismen?
Magic Sunray 27.11.2014
„…die Nachfrage aber angesichts der schwachen Konjunktur weltweit insgesamt gesunken.” – So schwach ist die weltweite Konjunktur aber nun auch wieder nicht, dass dies einen Preisverfall von über 30% rechtfertigte. Auch der sich demgegenüber nicht proportional verhaltende Indikator des Kraftstoffpreises an der Zapfsäule lässt darauf schließen, dass andere als die klassischen Marktmechanismen hier Wirkung entfalten. Ob dies vielleicht bewussten Manipulationen seitens eines sehr potenten Marktteilnehmers zuzurechnen ist, um speziell eine unliebsam gewordene Nation finanziell in die Knie zu zwingen?
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