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Ölpreisabsturz: Dow Jones fällt zeitweise unter 16.000 Punkte

Bohrinsel in der Nordsee (Archivbild): Überangebot an Rohöl Zur Großansicht
REUTERS

Bohrinsel in der Nordsee (Archivbild): Überangebot an Rohöl

Der Ölpreisverfall zieht die Börsen weltweit nach unten. Der Dow Jones sackte zu Handelsbeginn auf den tiefsten Stand seit Ende September ab. Der Dax verlor zeitweise über drei Prozent.

Öl ist so billig wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Und das belastet die Aktienmärkte weltweit: Der Dow Jones Chart zeigen ist in den ersten Handelsminuten um drei Prozent gefallen. Zwischenzeitlich notierte der Index unter 16.000 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Ende September. Der Dax Chart zeigen fiel zeitweise um gut drei Prozent auf 9464 Punkte. Seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex damit schon neun Prozent an Wert verloren - und fast den gesamten Gewinn des Jahres 2015 eingebüßt.

Zusätzlich enttäuschten US-Konjunkturdaten die Anleger. Die Industrieproduktion gab dort im Dezember erneut nach und ging um 0,4 Prozent im Vergleich zu November zurück. Es war bereits der dritte Rückgang in Folge.

Ein Überangebot an Rohöl auf den Weltmärkten lastet seit längerer Zeit auf den Öl- und Gaspreisen, was die Förderung weniger rentabel macht. Dies liegt insbesondere daran, dass sich Saudi-Arabien als wichtigstes Förderland bislang weigert, seine Produktion zu drosseln.

Am Freitag ist der Ölpreis erneut unter die 30-Dollar-Marke gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete zu Handelsstart 29,65 Dollar, so wenig wie seit Ende 2003 nicht mehr. Der Preis für ein Barrel der Nordseemarke Brent fiel zwischenzeitlich 29,52 Dollar.

Auch an anderen europäischen Handelszentren gaben die Kurse nach: Die Börse in Mailand verlor drei Prozent, in Lissabon gab der Leitindex um vier Prozent nach und die Börse in Paris büßte über zwei Prozent ein. Zuvor hatten die krisengeschüttelten Börsen in China erneut deutlich verloren: Shanghai schloss bei einem Minus von 3,55 Prozent und Shenzhen büßte 3,40 Prozent ein.

brk/Reuters/dpa

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1. lol
Hipster 15.01.2016
http://www.handelsblatt.com/archiv/wochenrueckblick-dax-erholt-sich-weiter-leicht-sinkender-oelpreis-stuetzt/2333814.html Damals war die Welt noch in Ordnung: sinkender Ölpreis, steigende Börsen. Was sonst? Warum das heutzutage genau andersrum sein soll, können vermutlich nur Ökonomen und andere Astrologen erklären ...
2. Wen kümmert es?
Conny44 15.01.2016
Als die Aktien abstürzten, hat mich das nicht berührt. Ich wurde nicht ärmer. Als die Aktien stiegen, hat es mich auch nicht gekümmert. Ich wurde nicht reicher. Jetzt stürzen sie wieder. Na und? Das Problem haben nur Zocker , Gangster, Bankster und Hütchenspieler.
3. Oelpreis fällt
jetrabbit 15.01.2016
und der allgemeine Reichtum sinkt. Welch hinterlistige Verhaltensmuster sich hier offenbaren. Der Aktienmarkt is ein reines Phantasiegebilde bei dem nur ein paar ganz wenige profitieren.
4.
Reziprozität 15.01.2016
Zitat von Hipsterhttp://www.handelsblatt.com/archiv/wochenrueckblick-dax-erholt-sich-weiter-leicht-sinkender-oelpreis-stuetzt/2333814.html Damals war die Welt noch in Ordnung: sinkender Ölpreis, steigende Börsen. Was sonst? Warum das heutzutage genau andersrum sein soll, können vermutlich nur Ökonomen und andere Astrologen erklären ...
Oder der "Club of Rome". Die sind ja für ihre präzisen Prognosen bekannt ...
5. wen wundert es ...
Spiegelleserin57 15.01.2016
Zitat von jetrabbitund der allgemeine Reichtum sinkt. Welch hinterlistige Verhaltensmuster sich hier offenbaren. Der Aktienmarkt is ein reines Phantasiegebilde bei dem nur ein paar ganz wenige profitieren.
dieser Makrt ist doch nur für Investoren aufgebaut worden die ihr vieles Geld irgendwo anlegen wollen wo es wiederum Geld bringt. Der kleine und mittlere Bürger hat da keinen Platz. Ich spreche hier nicht von Anlagen von einn paar tausend Euros sondern von Millionen und Milliardenanlagen, wer weniger hat muss sein Geld zusammenhalten und nicht auf diesem riskanten Parkett verzocken.
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