Ölriese: Exxon verdient zehn Milliarden Dollar in 92 Tagen

Die hohen Energiepreise lassen die Ölriesen jubeln: Branchenführer Exxon steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal auf mehr als zehn Milliarden Dollar - obwohl er weniger Öl und Gas produzierte. Auch die Konkurrenz verkündete beeindruckende Bilanzzahlen.

Exxon-Raffinerie in Texas: Blendende Geschäfte Zur Großansicht
REUTERS

Exxon-Raffinerie in Texas: Blendende Geschäfte

Houston - Die Geschäfte des wertvollsten Unternehmens der Welt laufen blendend: Exxon Mobil Chart zeigen hat von Juli bis September 10,3 Milliarden Dollar verdient - das sind 41 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Ölkonzern verdankt den Gewinnsprung vor allem den hohen Energiepreisen. Obwohl Exxon vier Prozent weniger produzierte, stieg der Umsatz um fast ein Drittel auf 125,3 Milliarden Dollar.

Der Konzern war in allen Bereichen hochprofitabel. So verdiente Exxon allein im Raffineriegeschäft knapp 8,4 Milliarden Dollar, bei der Vermarktung von Kraftstoffen und Ölen mehr als eineinhalb Milliarden Dollar, und auch in der Chemie-Sparte erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von einer Milliarde Dollar. Exxon buhlt mit Apple um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt - und liegt zurzeit wieder klar in Führung.

Die Konkurrenz aus Europa konnte ebenfalls beeindruckende Zahlen vorlegen: So verdoppelte Shell Chart zeigen den Gewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr auf fast sieben Milliarden Dollar. Der britische Ölkonzern BP hatte bereits am Dienstag einen Überschuss von knapp fünf Milliarden Dollar bekanntgegeben.

Auch Norwegens führender Energiekonzern Statoil Chart zeigen konnte seinen operativen Gewinn um 39 Prozent auf 39,3 Milliarden Kronen (5,1 Milliarden Euro) steigern. Laut dem Unternehmen hatten die Preise für hauptsächlich aus der Nordsee gefördertes Gas und Öl in den letzten drei Monaten durchschnittlich um 30 Prozent angezogen. Der Nettogewinn sank allerdings aufgrund einer höheren Steuerrate und eines geringeren Finanzergebnisses um 28 Prozent auf 9,9 Milliarden Kronen.

fdi/dpa/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Ja logisch
hajott59 27.10.2011
verdienen sich die Öl-Konzerne derzeit dumm und dämlich. Seit Monaten wird, unabhängig vom Rohölpreis, Diesel und Heizöl zu Höchstpreisen verscherbelt. Als vor Monaten der Rohölpreis bei 125 Dollar stand kostete Heizöl bei uns (4000L) 81 Cent je Liter, jetzt bei 111 Dollar 87 Cent. Einfach gerechnet nach Dreisatz dürfte Heizöl nur 72 Cent kosten ... und da würde auch noch gut bei verdient werden! Auch unser Staat hat hier keinerlei Interesse, was zu ändern, die kassieren hier über die Steuer ja auch kräftig mit.
2. Statoil
xcver 27.10.2011
Nur das Statoil als staatliches Unternehmen die Gewinne zu einem deutlich größeren Teil nach Norwegen zurückführt als das bei Exxon und Kollegen für die USA und UK zutrifft.
3.
crocodil 27.10.2011
Die Multis verdienen sich dumm und dämlich. Alles auf Kosten der Verbraucher, die davon angewiesen sind. Ist doch nicht normal, dass Heizöl von 2009 um 50 % gestiegen ist. Was macht unsere Kartellbehörde, oder ist die in Absprache mit der Bundesregierung, der das ja höchst willkommen ist. Die Mineralölsteuern steigen und steigen!!
4. Marktwirtschaft
freeman22 27.10.2011
Wo, wo, wo ist eigentlich der Wettbewerb? Für die europäischen Energieunternehmen sieht es ähnlich aus. Im Rahmen der Eurokrise wird immer darauf geachtet wie " die Märkte" reagieren. Kein Politiker kümmert sich um die Energiepreise (wohl, weil die damit zusammenhängenden Steuereinnahmen horrend sind, und somit verkappte zusätzliche Steuern vom Verbraucher eingezogen werden). Die Energieunternehmen ziehen sozusagen Steuern vom Verbraucher für den Staat ein. Deshalb scheinen sich beide auch so gut zu verstehen.
5. Aha,
si_tacuisses 27.10.2011
Zitat von sysopDie hohen Energiepreise lassen die Ölriesen jubeln: Branchenführer Exxon steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal auf mehr als zehn Milliarden Dollar - obwohl er weniger Öl und Gas produzierte. Auch die Konkurrenz verkündete beeindruckende Bilanzzahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,794459,00.html
jetzt kennen wir auch den Grund für den Diesel- und Heizölpreis.
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