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Online-Händler: Zalando kassiert Millionen-Subventionen

Subventionen trotz Milliardenumsatz: Der Online-Versandhändler Zalando hat laut "Bild"-Zeitung Förderungen in Höhe von 3,3 Millionen Euro abgerufen. Das Unternehmen bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE die Investitionszuschüsse.

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DPA

Zalando-Mitarbeiter in Erfurt: Investitionszuschüsse weiterhin abrufen

Berlin - Der Aufstieg des Online-Versandhändlers Zalando ist rasant: Im Jahr 2008 gegründet, hatte das Unternehmen im vergangen Jahr einen Umsatz von rund 1,15 Milliarden Euro. Dennoch bekam der Mode-Onlineshop in den Jahren 2007 bis 2012 rund 3,3 Millionen Euro an Investitionssubventionen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium berichtet.

Gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigte Zalando die Zuschüsse. Die Förderungen seien vor allem für den Ausbau der Firmenzentrale in Berlin genutzt worden, weitere Gelder aus dem Topf zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaft" (GRW) seien für den Umbau der Logistikstandorte im brandenburgischen Brieselang und in Erfurt genutzt worden. Auch weiterhin will das Unternehmen GRW-Geld abrufen, so ein Sprecher.

Der Online-Händler hat rund 4000 Mitarbeiter. Für das vergangene Jahr wurde wegen hoher Investitionen ein Verlust von rund 90 Millionen Euro gemacht. 2012 war Zalando durch eine ZDF-Reportage in Kritik geraten, die über unzureichende Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer berichtete.

Bundesweit steht der Online-Händler auf Platz zwei der Subventionsempfänger im Einzelhandel. Nur der Otto-Konzern erhielt mit rund 8,9 Millionen Euro mehr Investitionszuschüsse.

lei

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