Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Zeitungsmarkt: Koalition will Steuerrabatt für Onlinemedien

Print- und Onlinemedien: Baldiger Steuerrabatt möglich Zur Großansicht
DPA

Print- und Onlinemedien: Baldiger Steuerrabatt möglich

Die Mehrwertsteuer für Onlineangebote von Zeitungen soll nach Willen der Koalition auf sieben Prozent sinken. Sie hätten dann denselben Steuersatz wie Print-Produkte.

Union und SPD wollen die Steuersätze für gedruckte Zeitungen und Medienangebote im Internet angleichen. Es gebe dazu "eine klare Verabredung: Der ermäßigte Steuersatz soll auch für die elektronischen Informationsmedien gelten", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann.

Für die Onlineangebote von Zeitungen gilt in Deutschland bisher der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, für gedruckte Zeitungen der ermäßigte von sieben Prozent. Oppermann kündigte an, die Koalition werde bei der EU-Kommission auf ein Ende dieser "Ungleichbehandlung" hinwirken.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßte den Vorstoß. "Es macht schließlich keinen Unterschied, ob Zeitungsinhalte gedruckt oder online gelesen werden", sagte eine Sprecherin. Für die Verbraucher bedeute eine Angleichung der Steuersätze, dass der Online-Kauf von Zeitungsinhalten entsprechend günstiger würde.

Die Grünen kritisierten, eine Ausweitung der Steuerermäßigung sollte nicht auf Online-Produkte von Zeitungsverlagen beschränkt werden. "Der verminderte Mehrwertsteuersatz ist als Förderinstrument für einzelne Branchen nicht geeignet", sagte der Grünen-Finanzexperte Thomas Gambke. Andere Onlineangebote müssten dann ebenfalls ermäßigt werden.

ssu/dpa-AFX

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: