Erdölexportierende Länder Opec einigt sich auf Förderkürzung - Ölpreis steigt stark an

Nun also doch: Das Ölkartell Opec plant gemeinsam mit wichtigen Ölstaaten wie Russland, deutlich weniger Öl zu fördern. Der Preis für den wichtigen Rohstoff schnellt deshalb in die Höhe.

Ölproduktion in Bahrain
AP

Ölproduktion in Bahrain


Die Ölpreise sind an diesem Freitag kräftig gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 63,04 US-Dollar - das waren fünf Prozent mehr als ein Tag zuvor. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,32 Dollar auf 53,81 Dollar.

Grund für den Anstieg: Führende Ölstaaten haben sich bei einem Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine Förderkürzung geeinigt. Insgesamt wollen sie ihre Produktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag kürzen, hieß es vom irakischen Ölminister.Davon sollen rund 800.000 Barrel pro Tag auf die Opec-Staaten fallen, der Rest auf Russland.

Damit könnte sich in Zukunft das Angebot verknappen, so ass die Preise steigen. In den vergangenen drei Monaten war der Ölpreis um mehr als 20 Prozent gesunken.

Auch Russland habe der Vereinbarung zugestimmt, hieß es weiter. Zuvor hatten die in der sogenannten "Opec+" zusammengefassten Förderländer lange um eine Einigung gerungen.

hej/dpa-AFX



insgesamt 27 Beiträge
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bebreun 07.12.2018
1. Wo bleiben Kartellwächter?
Wenn sich bei uns oder in den USA Firmen absprechen stehen sie sofort am Pranger und werden angeklagt. Warum lassen sich solche Gesetze und Argumente nicht auf das Ölkartell anwenden? Müssten die USA nicht mit allen Mitteln Strafmaßnahmen gegen die Staaten einleiten wie z.B. gegen den Iran?
knok 07.12.2018
2.
Eigentlich ja eine sehr gute Nachricht. Je höher der Ölpreis, desto weniger Dreck wird in die Luft gepustet. Nur weiß ich nicht, ob der Anlass genutzt wird, um saubere Energien stärker zu fördern und den ÖV massiv auszubauen. Und das erwirtschaftete Geld kommt nun mal leider in die Hände von Oligarchen und Despoten.
FakeBot 07.12.2018
3.
Ich fänds toll, wenn die Redaktion einmal einen Artikel zu der Frage bringen würde, weshalb man sich diese Preisabsprachen gefallen lässt. Jede Firma würde hierfür massiv bestraft werden.
makromizer 07.12.2018
4.
Zitat von bebreunWenn sich bei uns oder in den USA Firmen absprechen stehen sie sofort am Pranger und werden angeklagt. Warum lassen sich solche Gesetze und Argumente nicht auf das Ölkartell anwenden? Müssten die USA nicht mit allen Mitteln Strafmaßnahmen gegen die Staaten einleiten wie z.B. gegen den Iran?
Ja wird echt Zeit, dass die Weltkartellbehörde einschreitet... Oder an welche Institution hatten Sie gedacht? Klar kann die uSA willkürlich Zölle verhängen, wenn ihnen etwas nicht passt, aber was dabei heraus kommt, sieht man ja z. Z. ganz gut.
omguruji 07.12.2018
5. Er soll noch höher steigen...
Autofahren (mit Verbrennungsmotor) soll richtig teuer werden. Die Amis kaufen schon wieder gewaltige Pickups, hier in Europa stauen sich riesige SUVs in der Stadt und nehmen mir die Luft zum Atmen (wohne in der City einer Millionenstadt in Deutschland) an einer vierspurigen Straße. Just in Time Produktion verlagert die Lagerhaltung auf unsere Autobahnen, statt auf die Schiene, wenn überhaupt. Der Liter zu 3-4 €, dann kommt Bewegung in diesen Wahnsinn. Bin selbst Autofahrer, das kleinste Modell von VW, 20 € Steuern im Jahr...
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