Opel-Aus in Bochum Rösler wirft GM-Management schwere Fehler vor

Die Kanzlerin nüchtern, der Wirtschaftsminister emotional: Philipp Rösler kritisiert gravierende Managementfehler der amerikanischen Opel-Mutter General Motors. "Ich bin sauer", sagt der FDP-Politiker. Warnstreiks in Bochum sind trotz der absehbaren Werkschließung bislang ausgeblieben.

Opel-Mitarbeiter in Bochum: Für das Werk ist ab Januar Kurzarbeit angemeldet
dapd

Opel-Mitarbeiter in Bochum: Für das Werk ist ab Januar Kurzarbeit angemeldet


Bochum - Die Frühschicht hat am Dienstagmorgen ihre Arbeit wieder aufgenommen - als wäre nichts gewesen. Dabei hatte der Opel-Vorstand tags zuvor angekündigt, dass ab 2016 keine weiteren Autos mehr in Bochum gebaut werden sollen. Rund 3300 Mitarbeiter und 1000 Fremdfirmenbeschäftigte sowie Tausende indirekt vom Werk abhängige Beschäftigte bangen um Jobs oder Aufträge.

Die Position der Arbeitnehmer sei für Warnstreiks aktuell nicht stark genug, weil für das Werk ohnehin für Januar Kurzarbeit angemeldet ist, hieß es aus Mitarbeiterkreisen. Die Arbeitnehmervertreter halten der Unternehmensführung schwere Fehler vor. "Die Ursachen der Überkapazitäten sind nicht nur im wirtschaftlichen Umfeld zu suchen, sondern sind auch hausgemacht", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. "Diese Suppe sollen nun die Kolleginnen und Kollegen in Bochum auslöffeln."

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wirft dem Opel-Mutterkonzern General Motors erhebliches Missmanagement vor. "Ich bin sauer, gerade weil das Unternehmen Fehler gemacht hat, auch beim Umgang mit den Mitarbeitern in der Vergangenheit", sagte er der "Rheinischen Post". Kanzlerin Angela Merkel hatte am Montag zwar ihr Mitgefühl für die Opel-Beschäftigten in Bochum geäußert, sich aber anders als Rösler nicht weitergehend in den Streit eingemischt.

GM müsse sich fragen lassen, ob der Konzern in der Vergangenheit alles Notwendige getan habe, um das Aus für Bochum zu verhindern, sagte Rösler weiter. "So war es ein Fehler, dass Opel nur in sehr geringem Umfang Autos im wichtigen Wachstumsmarkt China verkaufen durfte." Er erwarte, "dass das Unternehmen seiner Verantwortung gerecht wird und mithilft, die Folgen der Werksschließung für die Beschäftigten abzumildern".

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Opel Bochum: Produktions-Aus bei Opel in Bochum
"Wir werden auch nach 2016 in Bochum Autos bauen"

Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel rief zum Kampf um den Standort auf. "Wir werden auch nach 2016 in Bochum Autos bauen", sagte er. Der Betriebsrat fordert eine klare Aussage für die Beschäftigten. Die IG Metall-Vertrauensleute treffen sich kurzfristig, um über ihre künftige Strategie zu beraten. An diesem Mittwoch wolle außerdem die IG-Metall-Tarifkommission für alle Opel-Standorte in Frankfurt zusammenkommen, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Stadt Bochum und die Landesregierung haben angekündigt, eine neue Perspektive für den Standort zu entwickeln. Das Opel-Warenverteilzentrum in Bochum mit derzeit 430 Mitarbeitern solle zudem erhalten und möglicherweise aufgestockt werden, hatte Opel mitgeteilt. In Verhandlungen mit den Arbeitnehmern will das Unternehmen prüfen, ob eine Teilefertigung in Bochum wirtschaftlich möglich ist. In dem Werk könnte eine dreistellige Zahl von Jobs entstehen, hatte die Opel-Spitze mitgeteilt.

yes/dpa

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insgesamt 188 Beiträge
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donnerfalke 11.12.2012
1. Der Welpe kläfft nur
---Zitat--- Philipp Rösler kritisiert gravierende Management-Fehler der amerikanischen Opel-Mutter General Motors. ---Zitatende--- Er ist doch der Erste wer den Mund aufmacht dass wir alle freie Märkte haben müssen, dass der Staat sich nicht einmischen darf (böse, böse) und dass die Großkonzerne maximale Narrenfreiheit bekommen sollen. Das was Rössler jetzt sagt ist nur Gekläffe, nicht mal sein Gesichtsaudruck dabei ist ernst gemeint.
micromiller 11.12.2012
2. augenarzt sieht scharf
Zitat von sysopdapdDie Kanzlerin nüchtern, der Wirtschaftsminister emotional: Philipp Rösler kritisiert gravierende Management-Fehler der amerikanischen Opel-Mutter General Motors. "Ich bin sauer", sagt der FDP-Politiker. Warnstreiks in Bochum sind trotz der absehbaren Werkschließung bislang ausgeblieben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opel-bochum-roesler-wirft-general-motors-schwere-management-fehler-vor-a-872114.html
der gute mage ja ein durchschnittlicher augenarzt gewesen sein, aber von der wirtschaft hat er sicher keine ahnung und sauer sein, das darf er.
sock_puppet 11.12.2012
3.
Zitat von sysopdapdDie Kanzlerin nüchtern, der Wirtschaftsminister emotional: Philipp Rösler kritisiert gravierende Management-Fehler der amerikanischen Opel-Mutter General Motors. "Ich bin sauer", sagt der FDP-Politiker. Warnstreiks in Bochum sind trotz der absehbaren Werkschließung bislang ausgeblieben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opel-bochum-roesler-wirft-general-motors-schwere-management-fehler-vor-a-872114.html
ja und was macht der kleine rösler? schmeisst der sich auf den boden und ist weiter sauer? so ein kasper ...
Spiegelleserin57 11.12.2012
4. das ändert gar nichts!
Zitat von sysopdapdDie Kanzlerin nüchtern, der Wirtschaftsminister emotional: Philipp Rösler kritisiert gravierende Management-Fehler der amerikanischen Opel-Mutter General Motors. "Ich bin sauer", sagt der FDP-Politiker. Warnstreiks in Bochum sind trotz der absehbaren Werkschließung bislang ausgeblieben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opel-bochum-roesler-wirft-general-motors-schwere-management-fehler-vor-a-872114.html
langsam wird es peinlich für unsere Regierung. Was nutzt es mit Emotionalität und warmen Worten zu reagieren. Es ist einfach lachhaft vor dem Hintergrund dass 3000 Menschen arbeitslos werden. Anstatt Milliarden ins Ausland zu pumpen könnte sich diese Regierung mal um ihr eigenes Volk kümmern. Wahrscheinlich steht sie mal wieder hilflos der Wirtschaft gegenüber. Ja, ja die Lobby regiert und nicht unsere Politiker ABER sie sind ja auch gewählt worden!
plumley 11.12.2012
5. Das wird ja beeindrucken!
Da ist der Herr Rösler sauer! Warum nur? Die Entscheidung von GM ist doch nichts anderes als die Folgen des Gott der liberalen Marktwirtschaft wie er Diese täglich schützt! Da geht es um Wachstum und nicht irgendwo in der Welt sondern da wo man zu Hause ist! Und das ist Nord Amerika! Also Protektionismus der neuen Märkte für GM und mitnehmen der Patente! Dumm nur für die Arbeiter in Bochum, die unter diesen Regeln der Marktwirtschaft leiden müssen. Und nein, es ist nicht richtig zu sagen, das sich dann deutsche Unternehmen gleich verhalten sollten! Wir brauchen wirklich neue Wege und nicht überholte Systeme der letzten Jahrhunderte. Darüber nachzudenken wäre besser als über GM zu urteilen! So schlecht as Management ist es spielt nach den Marktregeln von Herrn Rösler....
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