Um Kündigungen zu vermeiden Opel plant freiwillige Abfindungen für deutsche Mitarbeiter

Bereits im vergangenen Jahr hatte Opel Sparmaßnahmen eingeführt. Nun will das krisengeschüttelte Unternehmen deutschen Mitarbeitern bis zu 275.000 Euro zahlen - wenn sie freiwillig gehen.

Opel-Chef Michael Lohscheller
REUTERS/Opel

Opel-Chef Michael Lohscheller


Der Autohersteller Opel hat ein freiwilliges Abfindungsprogramm für seine deutschen Mitarbeiter aufgelegt. Opel-Chef Michael Lohscheller sagte, der Autohersteller wolle dadurch wettbewerbsfähiger werden. "Es bleibt der klare Plan des Unternehmens, betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen zu vermeiden", erklärte der Konzern. Das Abfindungsprogramm sei mit dem Betriebsrat vereinbart worden.

Im Dezember hatte Opel bereits Programme für Altersteilzeit und Vorruhestand aufgelegt. Teilnehmer dieser Angebote sind nach Informationen der "Wirtschaftswoche" von den Abfindungen ausgeschlossen, ebenso Azubis wie auch die oberste Opel-Führungsriege von etwa 200 Leuten.

Ansonsten gilt es aber für alle unbefristet Beschäftigten. Wer sich dafür entscheidet, kann je nach Alter, Betriebszugehörigkeit und Bruttomonatsgehalt bis zu 275.000 Euro erhalten.

Opel beschäftigte mit der britischen Schwestermarke Vauxhall Ende vergangenen Jahres 35.700 Mitarbeiter in Europa, 19.000 davon in Deutschland. Bei dem Verkauf von General Motors an die französische PSA-Gruppe im vergangenen August versprach der neue Eigentümer, die bestehenden Betriebsvereinbarungen einzuhalten. Dazu gehörten ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende dieses Jahres sowie Investitionen in die Opelwerke bis zum Jahr 2020.

Die Marke Opel schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen. Vergangenes Jahr lag der operative Verlust bei 179 Millionen Euro.

ans/AFP/dpa

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insgesamt 12 Beiträge
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wekru 27.03.2018
1. was sind das für unternehmerische Entscheidungen?
Wenn man Leute hat, know how und technische Anlagen, dann baut man damit irgendwas, das sich verkaufen läßt. So viel Geld zu verbrennen damit Leute nicht arbeiten führt doch aus keine Krise.
klausm0762 27.03.2018
2.
Machen das nicht alle so?
isoprano 27.03.2018
3.
Wäre Opel in der Klasse geblieben, in der sie in den 80‘ern waren, wäre es nie so weit gekommen. Sie sollten wieder in die untere Mittelklasse, statt zu versuchen, in der Automobil Champions League Fuß zu fassen. Bevor ich mir einen neuen Opel kaufen würde, gibt es noch einige bessere Alternativen. Das ganze Konzept müsste überarbeitet werden ... dazu auch der Kundenservice in den Autohäusern, die mir als ehemaliger Kunde von Opel negativ in Erinnerung geblieben ist.
Grisu_Nett 27.03.2018
4. Machen das nicht alle so?...
...fragt klausm0762. Antwort: Nein, ganz klar ist das nicht so. Wirklich kluge und erfolgreiche Unternehmer haben Ideen, wie man mit dem Wissen und der Erfahrung seiner Mitabeiter erfolgreich wächst und notfalls auch mal was Neues probiert. Das ist halt der Unterschied zwischen Unternehmern (die mit eigenem Geld arbeiten) und Managern, die als erstes Kapitalinteressen bedienen.
schlauchschelle 27.03.2018
5. Meine Güte, PSA,
Macht dem Trauerspiel doch endlich ein Ende: Sagt, dass 2020 der Stöppel gezogen wird und Ihr den Name Opel auf Eure Derivate klebt. Die Produktion, Entwicklung und Verwaltung in D braucht Ihr doch garnicht, evtl. das Vetriebsnetz. Dann weiß jeder, was auf ihn zukommt und kann sich in der Zeit was anderes suchen. So ist das doch nur noch Siechtum....
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