Bochum - Der Autobauer Opel droht mit der vorzeitigen Schließung des Werkes Bochum, wenn Betriebsrat und Gewerkschaft nicht bis Februar einem Sanierungsplan zustimmen. Das geht aus einem Brief des Opel-Aufsichtsratsvorsitzenden Steve Girsky an die Mitarbeiter hervor. Bisher hatte Opel angeboten, die Bochumer Fahrzeugproduktion bis 2016 am Leben zu halten. In dem Werk könnten bis zu 3000 Stellen wegfallen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa forderte Girsky "beträchtliche Einsparungen" an allen deutschen Standorten. Unser "Deutschland-Plan" muss dann stehen", schrieb er demnach in dem Brief an die Mitarbeiter. Andernfalls werde die Fertigung in Bochum zum 1. Januar 2015 komplett eingestellt.
Die zähen Verhandlungen zur Zukunft der deutschen Standorte sollten ursprünglich im Oktober 2012 abgeschlossen werden. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte zuletzt den Druck auf das Management der deutschen Tochter erhöht. GM sei "bereit, Opel finanziell zu unterstützen, sofern Opel sich in Deutschland so aufstellt, dass wir wieder wettbewerbsfähig und profitabel werden", schrieb Girsky.
Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel hat angekündigt, die Belegschaft noch im Laufe des Dienstags über den Stand der Verhandlungen informieren zu wollen.
ssu/dapd/dpa/AFP/Reuters
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