Sanierungsplan: Opel droht mit vorgezogener Werksschließung in Bochum

Das Opel-Management stellt dem Betriebsrat ein Ultimatum: Bis Ende Februar muss der Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer stehen, fordert Aufsichtsratschef Girsky. Wird nicht gespurt, wolle man das Werk in Bochum schon Ende 2014 schließen - deutlich früher als geplant.

Opel-Mitarbeiter in Bochum: Bis zu 3000 Jobs bedroht Zur Großansicht
dapd

Opel-Mitarbeiter in Bochum: Bis zu 3000 Jobs bedroht

Bochum - Der Autobauer Opel droht mit der vorzeitigen Schließung des Werkes Bochum, wenn Betriebsrat und Gewerkschaft nicht bis Februar einem Sanierungsplan zustimmen. Das geht aus einem Brief des Opel-Aufsichtsratsvorsitzenden Steve Girsky an die Mitarbeiter hervor. Bisher hatte Opel angeboten, die Bochumer Fahrzeugproduktion bis 2016 am Leben zu halten. In dem Werk könnten bis zu 3000 Stellen wegfallen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa forderte Girsky "beträchtliche Einsparungen" an allen deutschen Standorten. Unser "Deutschland-Plan" muss dann stehen", schrieb er demnach in dem Brief an die Mitarbeiter. Andernfalls werde die Fertigung in Bochum zum 1. Januar 2015 komplett eingestellt.

Die zähen Verhandlungen zur Zukunft der deutschen Standorte sollten ursprünglich im Oktober 2012 abgeschlossen werden. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte zuletzt den Druck auf das Management der deutschen Tochter erhöht. GM sei "bereit, Opel finanziell zu unterstützen, sofern Opel sich in Deutschland so aufstellt, dass wir wieder wettbewerbsfähig und profitabel werden", schrieb Girsky.

Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel hat angekündigt, die Belegschaft noch im Laufe des Dienstags über den Stand der Verhandlungen informieren zu wollen.

ssu/dapd/dpa/AFP/Reuters

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insgesamt 75 Beiträge
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1. da gibt es nur eines...
lollopa1 22.01.2013
geschlossen zum Arzt gehen und sich wegen Burnout mal krankschreiben lassen, Vielleicht kommt dann der Herr Girsky und schraubt die Autos zusammen. Lasst euch nicht von diesen miesen Typen verarschen!
2. Die Opel Mitarbeiter werden
ptb29 22.01.2013
sich erpressen lassen. Das nennt man Kapitalismus.
3. Das übliche Spiel ...
ketzer2000 22.01.2013
Zitat von sysopDas Opel-Management stellt dem Betriebsrat ein Ultimatum: Bis Ende Februar muss der Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer stehen, fordert Aufsichtsratschef Girsky. Wird nicht gespurt, wolle man das Werk in Bochum schon Ende 2014 schließen - deutlich früher als geplant. Opel könnte Werk in Bochum schon 2014 schließen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opel-koennte-werk-in-bochum-schon-2014-schliessen-a-879004.html)
... des Arbeitgebers wird hier fortgesetzt. Vielleicht müssen die Beschäftigten in D langsam umdenken. Das Werk ist von Schließung bedroht - aus der noch sicheren Position einen neuen Arbeitsplatz suchen. Gibt es irgendwo mehr Geld - einfach wechseln. Manager überall und Beschäftigte in anderen Ländern machen es vor. Der gesellschaftliche Konsenz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in D wird aufgelöst. Es gibt keine Familien mehr, wo der Sohn dem Vater nachfolgt. Vorstände und Aufsichtsräte mit Pseudo-Verantwortung ersetzen in der AG den Unternehmer, der als Eigentümer vollumfänglich für den Erfolg verantwortlich war. Wenn ein Inder in der IT ein besseres Angebot bekommt, dann wechselt der sofort (so passiert bei SAP)!
4. Bodenlose Dummheiten!
Benjowi 22.01.2013
Zitat von sysopDas Opel-Management stellt dem Betriebsrat ein Ultimatum: Bis Ende Februar muss der Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer stehen, fordert Aufsichtsratschef Girsky. Wird nicht gespurt, wolle man das Werk in Bochum schon Ende 2014 schließen - deutlich früher als geplant. Opel könnte Werk in Bochum schon 2014 schließen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opel-koennte-werk-in-bochum-schon-2014-schliessen-a-879004.html)
Aha, jetzt sollen also die Arbeitnehmer auf die brutale Tour wieder die Managementfehler ausbaden. Wenn man dazu noch sieht, mit welcher bodenloser Dummheit und welch hanebüchenen Fehlern Opel an die Wand gefahren wurde und wird, kann man sich nur die Haare raufen. Wie sich ein Manager dann noch traut, eine solche Lippe zu riskieren, ist schon sehenswert!
5. Jeden zweiten Tag eine neue Negativschlagzeile
krutschi04 22.01.2013
und mit jeder Negativschlagzeile werden weniger Autos verkauft. Da kann das Produkt sein wie es will, es wird nicht mehr Verkauft. Da können die Händler soviel angrillen wie sie wollen, Opel ist leider auf dem absteigenden Ast und schuld sind unfähige Manager ohne Bezug zur Realität und gefühl für den Menschen, der für sie arbeitet.
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