Verkauf an Peugeot GM stellt Bedingungen für Opel-Deal

General Motors gehören die meisten Patente, die in Opel-Modellen stecken. Nun will Peugeot die deutsche Firma kaufen - doch die Amerikaner geben die Lizenzen nach SPIEGEL-Informationen nicht einfach so ab.

Wegweiser zur Opelzentrale in Rüsselsheim (Archiv)
REUTERS

Wegweiser zur Opelzentrale in Rüsselsheim (Archiv)

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Wenn es nach dem Willen aller Beteiligten geht, soll der Vertrag zum Opel-Verkauf ganz schnell unter Dach und Fach sein. Bis zum Genfer Autosalon übernächste Woche wollen sich General Motors Chart zeigenund der französische Autokonzern PSA Peugeot Chart zeigen dem Vernehmen nach geeinigt haben. Es soll Zusagen der Franzosen geben zur Sicherung von Arbeitsplätzen und für Investitionen in die Werke von Opel.

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Doch der Verkauf von Opel an den französischen Autokonzern könnte nach SPIEGEL-Informationen doch nicht so einfach über die Bühne gehen. Ein Stolperstein in den Verhandlungen könnten die Patente für die Opel-Modelle sein, die dem Mutterkonzern General Motors (GM) gehören. Dazu zählen auch jene für das zukunftsträchtige Elektroauto Ampera-e. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

In den Verhandlungen soll der US-Konzern klargemacht haben, dass man für die weitere Produktion der Fahrzeuge Lizenzen verkaufen werde. Ausgeschlossen sei aber, dass die Wagen nach Nordamerika, Russland oder China exportiert werden dürfen. Damit fiele ein wichtiges Argument für den Zusammenschluss weg, zumindest für die bestehende Modellpalette. Lediglich neuentwickelte Modelle ohne GM-Patente könnte Opel dann in diese drei Märkte ausführen. Opel will sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern.

In der Bundesregierung sorgt man sich auch um die Zukunft von fast 4000 Arbeitsplätzen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Rüsselsheim, die nur für US-Modelle arbeitet. Den Erhalt der gut dotierten Jobs hat PSA nur bis zum Jahre 2020 versprochen.

Eine Analyse der Fusionspläne finden Sie hier.

Probleme könnten zudem durch die Zusagen entstehen, die Opel-Chef Karl-Thomas Neumann der Bundesregierung gegeben hat. Rund 300.000 Dieselautos der Modelle Corsa, Astra und Zafira müssen wegen Abschalteinrichtungen am Abgassystem umgerüstet werden, für die Opel noch keine technische Lösung angeboten hat. Bislang gab es diese Zusage nur mündlich, ein Treffen in dieser Angelegenheit war vor Kurzem gescheitert, weswegen man in Berlin um deren Einhaltung fürchtet. Auf Anfrage des SPIEGEL beteuert der Konzern nun: "Opel steht zu allen angekündigten Verbesserungsmaßnahmen." Dies habe man dem Bundesverkehrsministerium mitgeteilt.

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insgesamt 75 Beiträge
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knocker2 24.02.2017
1. Patente GM?
früher war es so, daß die Patente Opel gehörten, weshalb ja auch GM eben Opel NICHT abgeben wollte, da man die Opel Patente gerade im Kompakt und kleinwagenbereich selber genutzt hat. Hat man es also jetzt geschaft die Patente zu klauen und auf GM umzuschreiben und kann Opel somit abgeben... Noch Fragen?
manicmecanic 24.02.2017
2. so ist Opel wertlos
Denn das wären die einzigen Märkte wo man mehr Autos verkaufen könnte ohne wie in Europa alles über den Preis zu verramschen.
coyote38 24.02.2017
3. Das ist jetzt ein Scherz, oder ...?
Erst hat GM seine antiquierte Technik mit der wirklich SEHR guten Entwicklungsabteilung von Opel aufgemöbelt, dann haben sie jahrelang die Verluste der amerikanischen Muttergesellschaft über die deutsche Tochter in Rüsselsheim abgeschrieben (sodass Opel permanent in den roten Zahlen lag), dann hat man Opel den Zugang zu den volumenstärksten Märkten der Welt in Asien versperrt, weil am keine Konkurrenz haben wollte ... und JETZT - wo man Opel loswerden will - fängt man an, mit den Patenten rumzufeilschen ...? --- Unterirdisches Geschäftsgebahren von GM ... unterirdisch.
PeterCollignon 24.02.2017
4. 2009
ist der Verkauf an diesem Detail gescheitert.
AndreHa 24.02.2017
5. meine Prognose
Das wird wieder nix. Wie schon bei Magma werden sich die Amis wieder anders besinnen. Jetzt werden erst einmal unannehmbare Bedingungen gestellt. Am Ende sind die Opelianer wieder entnervt und bereit für weitere Grausamkeiten seitens GM.
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