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Opel-Verkauf Spanische Gewerkschafter brechen Verhandlungen mit Magna ab

Opel-Demo in Saragossa (Archivbild): Verhandlungen mit Magna abgebrochenZur Großansicht
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Opel-Demo in Saragossa (Archivbild): Verhandlungen mit Magna abgebrochen

Keine Einigung zwischen Opel-Investor Magna und den spanischen Gewerkschaften: Die Arbeitnehmervertreter haben die Gespräche abgebrochen - der österreichische Autozulieferer habe keine Bereitschaft zu Zugeständnissen gezeigt. In Großbritannien gab es dagegen einen Kompromiss.

Madrid - Die spanischen Gewerkschafter wollen nicht akzeptieren, dass ein Teil der Produktion des Opel-Werkes in Saragossa nach Eisenach verlegt wird. Die Gewerkschaften erklärten daher die Gespräche mit Magna für gescheitert. Der kanadisch-österreichische Zulieferer sei zu keinen größeren Zugeständnissen bereit, kritisierte Opel-Betriebsratschef José Juan Arcéiz in Madrid. Die Gewerkschaften hätten deshalb den Verhandlungstisch verlassen. In Spanien sollen von 7.500 Arbeitsplätzen zwischen 1.300 und 1.650 Jobs wegfallen.

Ungeachtet dessen dauere das Gespräch zwischen Magna-Chef Siegfried Wolf und dem spanischen Industrieminister Miguel Sebastián an, hieß es im Ministerium. Die Verhandlungen hatten am Morgen in Madrid begonnen.

Neben Spanien waren auch aus Großbritannien und Belgien Vorbehalte gegen den Verkauf an das Konsortium aus dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna und der russischen Sberbank laut geworden. Dort fürchtet man, dass die Lösung die deutschen Standorte bevorzugt. Bislang haben die drei Länder keine konkreten Zusagen für die 4,5 Milliarden Euro gemacht. Den ersten Teil der Hilfen hat Deutschland allein vorfinanziert. Verhandlungskreisen zufolge könnte der Abschluss unter den Vorbehalt gestellt werden, dass die staatlichen Hilfen wie vereinbart fließen. Auch die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus.

Guttenberg hofft auf Beteiligung der anderen Opel-Länder

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zeigte sich dennoch optimistisch, dass die übrigen Länder mit Opel-Werken sich letztlich an der milliardenschweren Finanzhilfe für Opel beteiligen würden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir insgesamt zu einer tragfähigen Lösung kommen werden", sagte Guttenberg. Hessens Ministerpräsident Roland Koch drang darauf, Deutschland müsse den Führungsanspruch beim Opel-Verkauf behalten.

Positive Signale kommen nun aus Großbritannien: Die mittelfristige Zukunft der beiden Werke der Opel-Schwester Vauxhall ist nach Angaben der britischer Gewerkschaft Unite gesichert. Bis 2013 habe der neue Opel-Besitzer Magna eine Garantie für die Werke in Ellesmere Port und Luton gegeben. Die Mitarbeiter verzichten im Gegenzug für zwei Jahre auf Gehaltserhöhungen.

Bis zu 600 Stellen könnten durch freiwilliges Ausscheiden der Mitarbeiter eingespart werden, teilte Unite mit. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft einen Abbau von 1.200 Jobs befürchtet. An den Vauxhall-Standorten arbeiten 5.500 Menschen. Unite-Generalsekretär Tony Woodley gab sich zuversichtlich, dass beide Werke auch eine Zukunft nach 2013 haben.

Die britische Regierung äußerte sich verhalten zuversichtlich: "Es gibt Fortschritte, aber einige Themen müssen noch gelöst werden. Uns liegt an einer schnellen Lösung, aber es muss die richtige sein", sagte eine Regierungssprecherin.

Trotz noch offener Fragen zur finanziellen Unterstützung der anderen europäischen Staaten könnte General Motors Opel bereits in dieser Woche verkaufen. Der Kaufvertrag zwischen GM und dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna sowie dessen russischem Partner Sberbank soll noch am Donnerstag unterschrieben werden. Wie der Chef des US-Mutterkonzerns General Motors (GM), Fritz Henderson, am Dienstag in Shanghai sagte, sei ein Abschluss des Deals diese Woche "durchaus möglich".

cte/Reuters/dpa

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insgesamt 179 Beiträge
kleinrentner 14.09.2009
wenn feststeht, wieviel Autos in Russland gebaut werden - und wenn feststeht was hier alles geschlossen/verkauft wurde. Für den Steuerzahler wird es kein Happy-End geben. Wenn die Krise anhält ist m.M.n. Magna selbst der [...]
Zitat von sysopDer neue Opel-Miteigentümer Magna will in den europäischen Werken des Autobauers 10.500 Stellen streichen - davon allein 4000 in Deutschland. Ist der Verkauf an den Autozulieferer trotzdem richtig?
wenn feststeht, wieviel Autos in Russland gebaut werden - und wenn feststeht was hier alles geschlossen/verkauft wurde. Für den Steuerzahler wird es kein Happy-End geben. Wenn die Krise anhält ist m.M.n. Magna selbst der nächste PleiteKandidat. Dann kriegen die Russen alles.
rieberger 14.09.2009
. . . ist das Mittel der Wahl. Aber die Politik und die Politiker haben aus Holtzmann nichts, aber gar nichts gelernt. So versenken wir Steuermilliarden.
Zitat von sysopDer neue Opel-Miteigentümer Magna will in den europäischen Werken des Autobauers 10.500 Stellen streichen - davon allein 4000 in Deutschland. Ist der Verkauf an den Autozulieferer trotzdem richtig?
. . . ist das Mittel der Wahl. Aber die Politik und die Politiker haben aus Holtzmann nichts, aber gar nichts gelernt. So versenken wir Steuermilliarden.
ballballa 14.09.2009
Genau so viel, wie am 31 Mai 2009 versprochen wurde! Was soll denn diese Frage?
Zitat von sysopDer neue Opel-Miteigentümer Magna will in den europäischen Werken des Autobauers 10.500 Stellen streichen - davon allein 4000 in Deutschland. Ist der Verkauf an den Autozulieferer trotzdem richtig?
Genau so viel, wie am 31 Mai 2009 versprochen wurde! Was soll denn diese Frage?
Gebetsmühle 14.09.2009
wenn sie den bankrotten laden nehmen wollen, warum nicht? sollen sie glücklich damit werden. pleite ist er so oder so.
Zitat von kleinrentnerWenn die Krise anhält ist m.M.n. Magna selbst der nächste PleiteKandidat. Dann kriegen die Russen alles.
wenn sie den bankrotten laden nehmen wollen, warum nicht? sollen sie glücklich damit werden. pleite ist er so oder so.
Albedo4k8 14.09.2009
das die EU diesem Bloedsinn ein Riegel vorschiebt.
das die EU diesem Bloedsinn ein Riegel vorschiebt.
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Das jüngste Opel-Werk wurde 1992 im westlichen Thüringen eröffnet. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf dem kleinen Corsa. Insgesamt bietet der Autobauer in Eisenach rund 1800 Menschen Arbeit.





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