Versteckte Preiserhöhung Verbraucherschützer kritisieren "Mogelpackung" bei Pampers

Weniger Windeln, gleicher Preis: Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert versteckte Preiserhöhungen bei der Marke Pampers. Die Packungen werden demnach bis zu elf Prozent teurer.

Verbraucherzentrale

Hamburg - Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat erneut die Anzahl der Windeln pro Packung reduziert - den Preis jedoch nicht verändert. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die das derzeitige Angebot in verschiedenen Geschäften überprüft hat. Sie erklärte die Windeln der Marke Pampers im Februar zur "Mogelpackung des Monats".

Von der versteckten Preiserhöhung, die mit einem neuen Design der Packungen einhergeht, sind die Pampers-Windelsorten New Baby, Baby-Dry und Active Fit betroffen. So schrumpfte beispielsweise die Anzahl der Windeln im Baby-Dry-Standardpack der Größe vier von 34 auf 31 Stück. Im dazugehörigen Jumbo-Pack sind nur noch 78 statt 84 Windeln. Besonders stark reduzierte Procter & Gamble Chart zeigen auch bei den Größen drei und vier der Sorte Pampers Active Fit. Die versteckten Preiserhöhungen betragen je nach Packungsgröße bis zu elf Prozent.

"Eltern, die zurzeit Windeln für ihren Nachwuchs kaufen, sollten besser genau hinschauen", sagte Susanne Lehmann von der Verbraucherzentrale Hamburg. "In vielen Drogerien und Supermärkten liegen die Packungen mit alter und neuer Stückzahl noch zum gleichen Preis nebeneinander im Regal."

Die letzte versteckte Preiserhöhung von Procter & Gamble liege gerade einmal zwölf Monate zurück, sagte Lehmann. "Die Masche hat Methode." Bei den Baby-Dry-Windeln der Größe vier wurde die Stückzahl laut Verbraucherzentrale innerhalb der letzten acht Jahre schrittweise von 47 über 44, 40 und 37 auf 34 im Jahr 2013 und nun 31 Stück verringert. Eine aktuelle Liste mit dieser und anderen Preis-Schummeleien finden Sie hier.

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insgesamt 49 Beiträge
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project25 04.02.2014
1. Liebe Procter & Gamble
jetzt werdet ihr und alle eure Produkte gestrichen vom Einkaufszettel !! Milliardengewinne einfahren und trotz super Bilanz solche Tricks machen ist unethisch. Bei Verlusten würde ich euch dennoch unterstützen, aber so nicht !! Tschüss Gillette, Pampers, blend-a-med, lenor, ariel und alle andere Marken von euch vom Einkaufszettel. Es gibt auch mündige Kunden, die mit den Füßen leise abstimmen können !!!!!!
christiandex 04.02.2014
2. Schummeln? Wieso schummeln?
Wieso ist das Schummelei? Sollen sie warnen "Achtung! Jetzt mit weniger Packungsinhalt"? Jeder Käufer kann doch auf einen Blick erkennen, wie viele Windeln enthalten sind. In fast jedem Supermarkt sind sogar auf dem Preisschild die Stückpreise vermerkt. Also wo ist hier die Schummelei?
protoscorsair 04.02.2014
3. Perfide Strategie
Als junger Vater und Marketingkenner habe ich noch perfidere Methoden bei Pampers entdeckt: Die "Neugeborenen Windel" unterschiedet sich im Preis kaum von den günstigen Halndelmarken (z.B. DM). So wird Markenbindung aufgebaut. Die größeren Windeln werden dann immer teurer im Vergleich, was auf ein Kind am Ende gut 600EUR in 2 Jahren ausmacht. Gerade mit dem emotional aufgeladenen Babythema lässt sich prima abzocken. Mein Tipp: Die DM Windeln sind günstiger und halten genauso trocken :-)
henson999 04.02.2014
4. Taugen eh nix
Nach mehreren Kindern und vielen Windelmarken können Pampers bei uns eh nur im Mittelfeld landen. Ganz vorne mit weitem Abstand die Eigenmarken von DM. Die werden zwar auch immer teurer aber man muss weniger Bodys waschen :)
garfield 04.02.2014
5.
Zitat von sysopVerbraucherzentraleWeniger Windeln, gleicher Preis: Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert versteckte Preiserhöhungen bei der Marke Pampers. Die Packungen werden demnach bis zu elf Prozent teurer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pampers-windeln-verbraucherschuetzer-kritisieren-versteckte-preiserhoehung-a-950968.html
Ich frag mich jedesmal, wenn ich so eine Inhaltsverkleinerung bemerke, was die Hersteller machen, wenn sie bei "Familien-" oder "BigPacks" mit einer Windel oder bei Kakao-Dosen mit 10 Gramm Inhalt angelangt sind. Dann werden vermutlich die "SuperSparPacks" mit 10 Windeln und 100 Gramm Kakao eingeführt - zum 15-fachen Preis versteht sich und das Reduktions-Spielchen beginnt von vorne. Aber wie sagen die Hersteller immer: Der Kunde wünscht "handlichere" Packungen. Selten so gelacht. Wenn das stimmt, sollten sie doch eigentlich auch die Luft aus den Packungen lassen, oder?
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