Panama Papers Kanzlei Mossack Fonseca stellt Geschäft ein

Die Kanzlei Mossack Fonseca stand im Zentrum der Enthüllungen durch die Panama Papers. Nun stellt die Firma ihr operatives Geschäft ein. Grund seien unter anderem ein "Imageschaden" und eine "Medienkampagne".

Firmenlogo in Panama-Stadt
AFP

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"Der Imageschaden, die Medienkampagne, finanzielle Konsequenzen und das irreguläre Vorgehen einiger panamaischer Behörden" hätten "irreparablen Schaden verursacht": Mit diesen Worten hat die Kanzlei Mossack Fonseca in Panama-Stadt begründet, ihr operatives Geschäft einzustellen. Ende März soll es soweit sein, eine kleine Gruppe werde nur noch Anfragen der Behörden sowie öffentlicher oder privater Gruppen beantworten.

In der Erklärung vom Mittwoch heißt es, die Firma habe einst Büros in 40 Ländern und insgesamt etwa 600 Angestellte gehabt. Nach den Enthüllungen im Jahr 2016 hätten zahlreiche Büros geschlossen und Hunderte Mitarbeiter entlassen werden müssen.

Die Kanzlei stand im Zentrum der Enthüllungen durch die sogenannten Panama Papers. Eine internationale Gruppe von Journalisten hatte im Frühjahr 2016 über 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, die von der Kanzlei gegründet worden waren. In den Panama Papers tauchten die Namen von Prominenten, Politikern und Sportlern auf, die Vermögen vor dem Fiskus versteckt haben sollen.

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Assad, Messi, Jackie Chan: Die bekanntesten Namen aus den Panama Papers

Die Veröffentlichungen führten zu Ermittlungen auf der ganzen Welt - und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche. Mit Islands Ex-Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson und Pakistans Ex-Premierminister Nawaz Sharif verloren zwei Regierungschefs wegen der Enthüllungen ihr Amt.

aar/AFP/AP

insgesamt 2 Beiträge
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jj2005 15.03.2018
1. Champagner, bitte!
Nach all den trüben Nachrichten endlich einmal ein Lichtblick - danke, SPON!
genugistgenug 15.03.2018
2. Mossack Fonseca sit dicht; Fonseca Mossack folgt
Wenn Mossack Fonseca zu ist, kann man auch nicht mehr nachfragen - vermutlich machen die eine große Konfettiparade wie der Verfassungsschutz bei der NSU. Interessant wäre zu wissen, wer diese vorhandene Nachfrage nun erfüllt und Geld abzockt. Denn die Konten bleiben ja bestehen, nur das "Aushängeschild" wechselt. Mal sehen wann die ersten Politiker mit Krokodilstränen kommen "leider können wir nicht mehr untersuchen, denn das Unetrnehmen gibt es nicht mehr - auch aus diesem Grunde weiße ich alle Vorwürfe gegen mich zurück".
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