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Stahlwerk in Italien: Papst kritisiert ThyssenKrupp wegen Jobabbau

Papst Franziskus: "Logik des Profits darf nicht gewinnen" Zur Großansicht
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Papst Franziskus: "Logik des Profits darf nicht gewinnen"

"Mit Arbeitsplätzen spielt man nicht": Papst Franziskus hat deutliche Worte an den Industriekonzern ThyssenKrupp gerichtet. Der will in einem Stahlwerk in Italien Jobs streichen. Der Pontifex wirft dem Unternehmen vor, die Würde der Arbeiter zu missachten.

Rom/Essen - Jahrzehntelang waren im Ruhrgebiet zwei Dinge wichtig: die katholische Kirche und das Schwerindustrie-Unternehmen Krupp, mittlerweile zu ThyssenKrupp fusioniert. Nun liegen Krupp und Klerus im Clinch. Der Grund dafür: ein italienisches Stahlwerk, genauer 550 Mitarbeiter dieses Werks. Sie werden nach der Übernahme durch ThyssenKrupp voraussichtlich ihre Jobs verlieren.

Er mache sich Sorgen angesichts der "schlimmen Lage", in welcher die Familien in Terni wegen der Pläne des Essener Konzerns steckten, sagte der Papst vor 20.000 Gläubigen. "Mit Arbeitsplätzen spielt man nicht." ThyssenKrupp hatte die vor 130 Jahren gegründete Firma Acciai Speciali Terni (AST) in Umbrien in diesem Jahr übernommen und im Juli angekündigt, knapp jeden fünften Arbeitsplatz zu streichen.

Die Kritik des Papstes richtete sich jedoch nicht nur gegen ThyssenKrupp Chart zeigen; auch andere Unternehmen tadelte er für deren Profitorientierung. "Diejenigen, die aus finanziellen Gründen Arbeitsplätze streichen, sollten wissen, dass sie damit dem Arbeitnehmer die Würde nehmen", sagte der das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Ich appelliere erneut, dass nicht die Logik des Profits gewinnen darf, sondern die der Solidarität und Gerechtigkeit", forderte er.

Ein ThyssenKrupp-Sprecher sagte, das Unternehmen halte unverändert an seinen Plänen fest. Bislang habe es jedoch noch keine Gespräche zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen gegeben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP soll das italienische Werk in den vergangenen fünf Jahren mehrere hundert Millionen Euro Verlust gemacht haben.

vks/dpa/AFP

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insgesamt 15 Beiträge
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1.
glen13 03.09.2014
Ich finde den Papst eigentlich gut. Er spricht Dinge an, die lange tabu für die Kirche waren. Aber hier sollte er erst mal die prekären Arbeitsbedingungen der Menschen ansprechen, die bei seiner katholischen Kirche arbeiten.
2. Ist ja auch schlimm,statt 500 neue Arbeiter einzustellen,
analyse 03.09.2014
entläßt ThyssenKrupp 500 Arbeiter ! Die mehreren hundert Millionen EURO Verlust in den vergangenen Jahren,hätte sicher die Vatikankasse übenommen !
3. Den Mann
professorA 03.09.2014
kann man doch nicht ernst nehmen. Er glaubt wohl, dass es überall so zugeht wie in seiner Kirche und das Geld ohne Nachweis einer Gegenleistung überwiesen wird, weil ja genug da ist. Jemand muss ihm mal in leicht fasslichen Worten erklären, dass ein Arbeitsplatz in der produzierenden, Werte schaffenden Industrie nur dann sicher ist, wenn der/die Betreffende mindestens soviel extern Verkaufsfähiges produziert, dass davon Lohn, Weihnachtsgeld, Sozialversicherung, Krankenversicherung und die Arbeitsplatzausstattung bezahlt werden können. Reichen die Einnahmen bzw. Verkaufserlöse auf Dauer nicht aus, dann geht die Firma pleite, alle Arbeitsplätze gehen verloren und der Herr Papst kann sich mit seinen gut bezahlten Höflingen an die Spitze eines Demonstrationszuges setzen und seine Moral triefen lassen.
4. Mein Gott
gisela.schwan 03.09.2014
Dann soll doch der Vatikan einfach alle Arbeitslosen der Welt einstellen. Eine Anhebung der deutschen Kirchensteuer auf 1000% könnte das gegenfinanzieren. Die Naivität diese Mannes ist beschämend. Die Welt brennt und er beschäftigt sich mit verstaubten Theorien aus den 60er Jahren.
5. Kapitalistische Wirtschaftssystem- Profitgier
gesellschaft 03.09.2014
mit all seinen Folgen kennt nur einen Gott "Profit" und Humanität bleibt auf der Strecke, so ist es!
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