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Passagierzahlen: Lufthansa hängt Air Berlin ab

Air Berlin kann im Kampf um Passagiere nicht mit dem Primus Lufthansa mithalten: Zwar meldet Air Berlin für 2011 einen Rekord bei der Zahl der Fluggäste, doch beim mächtigen Konkurrenten fiel das Wachstum deutlich höher aus.

Air Berlin-Maschine am Düsseldorfer Flughafen: Harte Konkurrenz Zur Großansicht
dapd

Air Berlin-Maschine am Düsseldorfer Flughafen: Harte Konkurrenz

Frankfurt am Main - Auch mit dem neuen Chef hat Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin die Wende noch nicht geschafft. Wie schwer es dem angeschlagenen Konzern fällt, mit der Konkurrenz mitzuhalten, zeigen aktuelle Zahlen. Auf den ersten Blick sehen sie gut aus: Air Berlin hat 2011 so viele Passagiere befördert wie nie zuvor. 35,3 Millionen Fluggäste zählte die Airline, das ist ein Plus von 1,2 Prozent.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Zum Jahresende hin beschleunigte sich der seit Oktober anhaltende Rückgang der Fluggastzahlen. Im Dezember sank die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahreswert um 11,7 Prozent auf rund zwei Millionen. Obwohl Air Berlin seine Flotte verkleinert hat, sank die Auslastung der Maschinen auf 74,7 Prozent. Damit liegt sie deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von 78,2 Prozent.

Vor allem der Blick auf den Primus Lufthansa Chart zeigen zeigt, in welchen Turbulenzen Air Berlin steckt. Allein von Januar bis Ende November beförderte Lufthansa 7,2 Prozent mehr Fluggäste, insgesamt waren es 98,5 Millionen.

Air Berlin steckt tief in den roten Zahlen und hat einen Schuldenberg von mehr als 600 Millionen Euro angehäuft. Inzwischen hat der frühere Bahn-Chef Hartmut Mehdorn die Führung der Fluggesellschaft übernommen. Er hat dem Konzern einen scharfen Sparkurs verordnet. Die Fluglinie verkleinert ihre Flotte, dünnt ihr Streckennetz aus und verschiebt die Bestellungen neuer Flugzeuge.

Zugleich hat sich Air Berlin aber einen Geldgeber ins Haus geholt. Kurz vor Weihnachten kaufte die arabische Fluggesellschaft Etihad Aktien zu und wurde damit zum größten Einzelaktionär. Air Berlin Chart zeigen fließen so rund 73 Millionen Euro zu. Etihad hält damit knapp 30 Prozent an Air Berlin und soll dem Unternehmen finanziell unter die Arme greifen.

mmq/Reuters/dapd

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