Tokio - Im Patentstreit mit Apple macht Samsung in Asien Punkte: Ein japanisches Bezirksgericht wies am Freitag eine Klage des iPhone-Herstellers gegen den südkoreanischen Konzern ab. Der Richter lehnte die Argumentation von Apple als unzutreffend ab, Samsung habe mit seinen Produkten ein Apple-Patent zur Daten-Synchronisierung auf Mobilgeräten und Computern verletzt.
Der Rechtsstreit ist nicht identisch mit einer Verurteilung von Samsung in den USA, bei der es um die Nutzung von Apple-Patenten in Smartphones ging. Im kalifornischen San José, nur wenige Kilometer vom Apple-Firmensitz entfernt, hatten die Richter Samsung zu mehr als einer Milliarde Dollar Schadensersatz verurteilt. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Samsung das iPhone nachgeahmt hat. Kurz davor hatte dagegen die Justiz in Südkorea Apple der Patentverletzung für schuldig befunden.
In ihrem Kampf um die Vorherrschaft auf dem Markt für Mobilgeräte haben sich Apple und Samsung weltweit mit Patentklagen überzogen. Die Amerikaner beschuldigen die Südkoreaner vor allem, den Kassenschlager iPhone kopiert zu haben. Die Asiaten kontern mit Vorwürfen, Apple nutze widerrechtlich Samsung-Technologien. Der Rechtsstreit der Smartphone-Riesen beschäftigt die gesamte IT-Industrie.
cte/Reuters/AFP
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