Branchen-Plan Einweg-Pfandflaschen werden künftig gekennzeichnet

Einweg oder Mehrweg? Verbraucher wissen oft nicht, ob eine Getränkeverpackung umweltfreundlich wiederverwendet wird - und wie hoch das Pfand ist. Eine neue Kennzeichnung soll das nun ändern.

Einweg-Pfandflasche

Einweg-Pfandflasche


Käufer von Einwegflaschen und von Dosen sollen künftig leichter erkennen können, ob eine Pfandflasche mehrfach verwendet werden kann oder nicht. Auch wie hoch das Pfand dafür ist, soll deutlich gekennzeichnet werden.

Neben dem Pfandsymbol sollen das Wort "Einweg" und der Pfandbetrag auftauchen. Das teilten Getränkeindustrie und Handel mit. Ein Bündnis von mehr als 40 Unternehmen überreichte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) eine entsprechende freiwillige Selbstverpflichtung. Bis Ende 2017 soll sie umgesetzt sein.

Umweltverbände hatten in den vergangenen Jahren mehrfach die "irreführende Kennzeichnung" von Einweg-Pfandflaschen kritisiert. Ihren Recherchen zufolge verwechseln viele Verbraucher Einweg-Pfandflaschen mit umweltfreundlichen Mehrweg-Pfandflaschen.

Die Umweltverbände sind mit der nun angekündigten Selbstverpflichtung nicht zufrieden. Sie hatten die Einführung einer verbindlichen gesetzlichen Regelung für alle Getränkehersteller gefordert.

84 Prozent der Verpackungen gekennzeichnet

Zu den Firmen, die sich der Initiative angeschlossen haben, gehören Branchengrößen wie die Coca-Cola GmbH, PepsiCo Deutschland, Gerolsteiner, Lidl, Netto, Penny, Aldi, Rewe sowie einige größere Brauereien.

Nach Angaben der Initiative werden in den kommenden 18 Monaten insgesamt 84 Prozent aller Einweg-Getränkeverpackungen mit Pfand die Zusatzangaben auf dem Etikett haben. Das kleine Wort "Einweg" hilft Verbrauchern zu erkennen, dass die Flasche oder Dose nach der Rückgabe im Müll landet und nicht mehrmals verwendet wird.

Die Pfandpflicht für Einwegpackungen gilt in Deutschland seit 2003 für Dosen und Plastikflaschen mit Erfrischungsgetränken, mit Wasser und mit Bier. Ausgenommen sind laut Bundesumweltministerium "Verpackungen von Frucht- und Gemüsesäften, Milch, Wein und Spirituosen sowie ökologisch vorteilhafte Einweg-Getränkeverpackungen aus Karton oder geringen Mengen Kunststoff". Mehrwegpackungen sind ausnahmslos pfandpflichtig.

brt/AFP/dpa



insgesamt 51 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
roughneckgermany 29.06.2016
1.
Freiwillige Selbstverpflichtung führt zu nichts...
mactor2 29.06.2016
2. Na ja,
ich finde ja das Pfand anzugleichen hätte mehr gebracht. Wenn Mehrwegflaschen genauso viel Pfand kosten wie Einweg wären möglicherweise weniger Scherben auf der Straße. 8 Cent Flaschen bringt doch kaum noch jemand zurück...
Mertrager 29.06.2016
3. Das wurde aber auch Zeit
Richitg so !
moneysac123 29.06.2016
4.
Von den 8 Cent die nicht zurückgebracht werden profitieren die Firmen wahrscheinlich mehr in Summe als v0n 25 Cent die dann doch jemand aufsammelt und zurückbringt.
Grorm 29.06.2016
5.
Zitat von mactor2ich finde ja das Pfand anzugleichen hätte mehr gebracht. Wenn Mehrwegflaschen genauso viel Pfand kosten wie Einweg wären möglicherweise weniger Scherben auf der Straße. 8 Cent Flaschen bringt doch kaum noch jemand zurück...
Da haben Sie allerdings (leider) Recht ...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.