Verschärfter Sparkurs: Philips streicht fast 7000 Jobs

Der Elektronikkonzern Philips legt bei seinem Sparprogramm noch einmal nach. Das Unternehmen streicht weitere 2200 Jobs und baut damit insgesamt 6700 Stellen ab. Unterm Strich sollen 1,1 Milliarden Euro gespart werden. Zuletzt schaffte es die Firma wieder in die Gewinnzone.

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Philips-Tower in Hamburg: Weitere Stellenstreichungen geplant

London - Philips verschärft seinen Jobkahlschlag. Der Elektronikkonzern will bis 2014 weitere 2200 Stellen streichen. Bisher war der Abbau von 4500 Jobs geplant. Doch nun möchte Vorstandschef Frans van Houten 1,1 Milliarden Euro einsparen, 300 Millionen Euro mehr als ursprünglich mitgeteilt.

Die neuen Zahlen verkündete van Houten am Dienstag während einer Investorenveranstaltung in London. "Die zusätzlichen Einsparungen werden zu Arbeitsplatzverlusten führen", sagte er. Das sei bedauerlich, doch Philips müsse sich auf härtere Zeiten einstellen. Vor allem in China und in Europa laufe das Geschäft schlechter. Auch hohe Pensionsaufwendungen müsse der Konzern abfedern. Philips beschäftigt weltweit etwa 122.000 Menschen.

Schwerpunkte des Sparprogramms sollen auf dem Geschäft mit Gesundheitstechnik und der Lichtsparte liegen. Dort habe der Konzern noch Einsparpotentiale ausgemacht. An den Umsatz- und Gewinnzielen für 2013 hielt der Manager fest.

Im vergangenen Jahr hatte Philips Chart zeigen wegen hoher Abschreibungen einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro gemacht. Der Umbau und der Sparkurs hatten sich aber zuletzt bereits bemerkbar gemacht. Im Quartal von April bis Juni stieg der Umsatz, unterm Strich stand ein Gewinn von 167 Millionen Euro.

Van Houten baut den Konzern derzeit um. Er hat umfassende Veränderungen eingeleitet und auch das gesamte Führungsteam ausgewechselt. Philips leidet seit längerem unter der Konsumschwäche der Verbraucher. Der Konzern zieht sich nach und nach aus dem Geschäft mit Unterhaltungselektronik zurück. So wurde die Fernsehgerätesparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanischen Hersteller TPV ausgelagert.

mmq/Reuters

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1.
1948-2008 11.09.2012
Zitat von sysopDer Elektronikkonzern Philips legt bei seinem Sparprogramm noch einmal nach. Das Unternehmen streicht weitere 2200 Jobs und baut damit insgesamt 6700 Stellen ab. Unterm Strich sollen 1,1 Milliarden Euro gespart werden. Zuletzt schaffte es die Firma wieder in die Gewinnzone. Philips streicht weitere Jobs und - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,855089,00.html)
PHILIPS - das ist die Firma, die zusammen mit OSRAM das Glühbirnenverbot in der EU durchgepeitscht hat - mit einer giftigen, quecksilberhaltigen "Energiesparlampe", die mind. 2 Euro kostet, läßt sich eben mehr Geld verdienen als mit einer simplen, ungiftigen Glühbirne, die nur aus einem Hauch Glas und Metall besteht und 20 Cents kostet, so das damalige Kalkül der Hersteller. Inzwischen wurden sie von den Chinesen an die Wand gedrängt, die viel billiger anbieten können, und Massenentlassungen sind die Folge. Lustigerweise verkauften die Chinesen hierzulande nie Glühbirnen, da hatten die EU-Hersteller ein echtes Monopol ! Billigglühbirnen kamen schlimmstenfalls aus Tschechien oder Ungarn !
2.
gucky2009 11.09.2012
Zitat von 1948-2008PHILIPS - das ist die Firma, die zusammen mit OSRAM das Glühbirnenverbot in der EU durchgepeitscht hat - mit einer giftigen, quecksilberhaltigen "Energiesparlampe", die mind. 2 Euro kostet, läßt sich eben mehr Geld verdienen als mit einer simplen, ungiftigen Glühbirne, die nur aus einem Hauch Glas und Metall besteht und 20 Cents kostet, so das damalige Kalkül der Hersteller
Wo steht geschrieben das man nur noch Leuchtmittel mit Quecksilber kaufen darf?
3. 7000 Stellen mal eben....
Neinsowas 11.09.2012
Es macht nur noch wütend: /000 Stellen sind 7000 arbeitende Angestellte, die davon leben. Es tut leid....meine Güte! --Dieses Arbeitsmodell, dass einige Leute das Recht haben etwas zu produzieren, wozu sie mit Menschen verfahren wie mit Autos, die man abmelden und bestenfalls in die Garage stellen kann, bis man sie vllt. wieder mal braucht, die genauso austauschbar sind und nach einer gewissen Laufzeit einfach verschrottet....---- dieses Modell geht an Menschen vorbei! Jeder, der seine Kraft einbringt hat auch Anteil zu haben!!! Dann kann man wenigstens darüber diskutieren, was man macht, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen zeitweise runtergefahren werden muss.
4.
gazettenberg 11.09.2012
Zitat von Neinsowas...dieses Modell geht an Menschen vorbei! Jeder, der seine Kraft einbringt hat auch Anteil zu haben!!! Dann kann man wenigstens darüber diskutieren, was man macht, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen zeitweise runtergefahren werden muss.
Es steht Ihnen doch frei, ein Unternehmen zu gründen, bei dem alle Mitarbeiter mitsprechen dürfen. Die Firma Philips hat sich anders aufgestellt. So what?
5. Es gibt ein Recht auf Arbeit........
habnichviel 11.09.2012
wenns aber keine Arbeit gibt, dann gibts ein Recht auf Hartz IV, zumindest hier. Das interressiert aber das Unternehmen nicht, weil es beim Absturz vom Markt, kein Hartz IV bekommt. Also muß es abspecken oder ganz andere Betätigungsfelder suchen, auch mit anders ausgebildeten Leuten. Böse Welt. Warum nur?
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