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Pilotenausbildung: "Die goldenen Zeiten sind vorbei"

Aus Mönchengladbach berichtet Alexander Landsberg

In diesen Stunden entscheidet sich, ob die Lufthansa-Kapitäne erneut streiken. Aber verdienen sie wirklich zu wenig? SPIEGEL ONLINE hat auf einer Pilotenschule Berufsanfänger getroffen, die viel Geld für ihre Ausbildung zahlen - und keine Illusionen haben: "Reich werden wir nicht."

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Pilotenschüler Christoph Ferch: "Nicht zu viel Arroganz"

"Das, was unter uns ist, bezeichnet man als Wetter", sagt Christoph Ferch gelassen, als die "Piper Arrow" mit Tempo 180 zwischen Köln und Düsseldorf aus den Wolken schießt. In 2700 Metern Höhe hat er eine unendlich weite Sicht über einen weißen Wolkenteppich hinweg. Die Sonne strahlt auf seine, wie er selbst sagt, coole Sonnenbrille. Keine Spur von Regen oder Schneematsch wie unten auf der Erde.

Es ist einer dieser Momente, in denen Ferch einfach nur glücklich ist. Das sagt er zumindest, und man sieht es am Lächeln des 22-Jährigen. Er hat kurze blonde Haare, ist frisch rasiert, trägt ein blau-weiß gestreiftes Hemd und ein schwarzes Headset auf dem Kopf.

Es ist Flugstunde Nummer 25 in dem einmotorigen Flugzeug. Christoph Ferch ist auf dem bestem Weg, seinen Traum zu verwirklichen. Er will Pilot werden.

Der Wunscharbeitgeber eines jeden Fluganfängers ist immer noch die Lufthansa Chart zeigen. In jüngster Zeit aber ist das Verhältnis der Lufthansa-Piloten zu ihrem Arbeitgeber getrübt (siehe Kasten in der linken Spalte). Vor zwei Wochen legte ein Streik der Cockpitchefs den Flugverkehr in Deutschland lahm. Mittlerweile sitzen beide Seiten wieder am Verhandlungstisch. Doch der Arbeitskampf kann jederzeit wieder aufflammen. An diesem Montag läuft die Friedenspflicht um 24 Uhr aus, dann entscheidet sich, ob die Piloten erneut streiken - oder ob sie sich mit der Konzernspitze auf dem Verhandlungsweg einigen werden.

Für die Flugschüler ist das bisher nur große Politik und weit weg. Sie träumen davon, nach Hawaii und Australien zu fliegen, Tausende Euro zu verdienen. Piloten sehen in ihren makellosen Anzügen immer glänzend aus, sind Frauenschwarm und Sunnyboy: Der Job ist für viele Jugendliche der Traumberuf schlechthin. Trotz zahlreicher Luftfahrtkrisen entschließen sich jedes Jahr Hunderte Jugendliche, den steinigen Weg durch Prüfungen und Tests zu gehen. Am Ende haben sie mehr als 65.000 Euro Schulden - so viel kostet die Ausbildung in der Regel.

"Mit einem ganzen Studium samt Lebenshaltungskosten kommt man auf eine ähnliche Summe", rechnet Jens Küper vor. Zusammen mit seinem Vater leitet er die größte unabhängige Flugschule Deutschlands, die German Flight Akademie, früher Rheinisch Westfälische Luftfahrtgesellschaft (RWL), in Mönchengladbach. 86 Luftfahrerschulen gibt es in Deutschland. Gegenwärtig sei es wegen der Wirtschaftskrise ein wenig schwieriger für seine Absolventen, sagt Küper. In den vergangenen Jahren hätte er aber fast jeden seiner Schüler bei einer Airline unterbekommen. "Piloten werden fast immer gesucht."

Heute fliegen "seine" Piloten bei Fluggesellschaften überall auf der Welt. "Wenn ich selbst fliege, höre ich bei den Cockpitdurchsagen schon mal den ein oder anderen RWLer. Das ist beruhigend."

Seinen Segelschein machte er mit 16

Die Flugschule ist ein zweigeschossiger, grauer Klotz, wirkt wie eine gewöhnliche Berufsschule. Doch vom Pausenraum aus hat man Blick auf das Rollfeld. Die Schüler unterhalten sich über Flugzeuge. Was sonst. Der Piloten-Streik ist hier kein Thema. "Die haben ihre Gründe", sagt Küper. Mehr könne er dazu nicht sagen. Christoph Ferch hält sich ebenfalls zurück: "Ob der Ausstand nun gut oder schlecht ist, kann ich nicht bewerten." Er ist in Eile. Heute Nachmittag startet er wieder in die Luft.

Auf dem Programm stehen Landeanflüge. Seinen Flieger-Typ kennt Ferch in- und auswendig, die Routine vor dem Flug auch. Die Route muss bestimmt, ein Plan erstellt und das Flugzeug kontrolliert werden. Ist der Tank voll, gibt es Dellen an der Maschine? "Alles für die größtmögliche Sicherheit." In gut zwei Monaten steigt er zum letzten Mal als Schüler in den Himmel. Dann, so hofft er, hat er die erträumte ATPL - die Lizenz für Verkehrspiloten. Rund 9300 Piloten hat das Luftfahrtbundesamt im vergangenen Jahr in Deutschland registriert.

Seit seiner Kindheit faszinieren Ferch die großen Maschinen, die so schwerelos in den Himmel gleiten. "Fliegen ist eine Symbiose von Natur und Technik", schwärmt der junge Mann. Mit 16 lernte er das Segelfliegen. In seinen Regalen zu Hause stehen die Modelle großer Airbus- und Boeing-Maschinen. In seinem Zimmer hängt eine Karte mit den größten Flughäfen der Welt. Sein Abitur machte er ausgerechnet am Hugo-Junkers-Gymnasium, benannt nach dem berühmten Flugingenieur. Und sein Koffer, mit dem er zur Flugschule kommt, ist schwarz und kantig mit langem, ausziehbaren Griff - gleich dem eines Piloten.

"Die goldenen Zeiten sind vorbei"

Seine Eltern schätzten es, dass Ferch nach der Schule wusste, was er wollte: Sie finanzieren seine Flugausbildung. Später will er seinen Eltern die Schulden zurückzahlen, wenn er sein eigenes Geld verdient.

Welche Eigenschaften muss ein zukünftiger Pilot mitbringen? Stressresistenz, Verantwortung und Zielstrebigkeit, sagt Ferch. "Und er darf nicht allzu arrogant sein."

Wenn Christoph Ferch von seiner Ausbildung erzählt, ist es eine Geschichte voller Abkürzungen und Fachvokabeln, Lernen und Prüfungen. Auch von einer Niederlage berichtet er. Denn aus der Bewerbung bei der Lufthansa-Flugschule wurde nichts. Das geht vielen tausend Kandidaten so. In der konzerneigenen Kaderschmiede in Bremen bildet die Kranich-Airline ausschließlich für den Eigenbedarf aus. Es ist die Eintrittskarte in ein Leben voller Privilegien, mit der Chance auf den schnellen Aufstieg. Das Einstiegsgehalt beläuft sich bei der Lufthansa Chart zeigen auf gut 60.000 Euro.

Woran es bei den Einstellungstests gehapert hat, darf Ferch nicht verraten. Die Airline besteht auf Geheimhaltung, die musste er Lufthansa schriftlich zusichern. Und auch sonst schweigt man sich in der Branche über Details aus. Haustarifverträge - fast jede Airline hat einen - werden nicht veröffentlicht. Man verdiene gutes Geld, lässt sich Schulleiter Küper entlocken. Löhne von 200.000 Euro für Kapitäne seien aber ganz gewiss nicht die Regel. "Die goldenen Zeiten sind vorbei. Reich wird man in dem Job nicht."

Der Fluglehrer ist das Vorbild

Wer es nicht gleich bei der Lufthansa schafft, muss sich eine andere Flugschule suchen. Danach kann man sich - mit Pilotenlizenz - noch einmal bei dem deutschen Konzern bewerben. Bei Küper büffeln 160 Pilotenschüler rund 18 Monate für ihre Lizenz. Wie lange genau, "hängt vom Wetter ab", sagt der Schulleiter. Abbrecher gibt es kaum: "Wer 35.000 Euro investiert hat, überlegt genau, ob er die nach der Hälfte der Zeit einfach in den Sand setzt."

Die erste Hürde ist die Theorieprüfung in zwölf Fächern vor dem Luftfahrtbundesamt. 750 Theoriestunden, in denen alles über Navigation, Luftrecht, Aerodynamik und Meteorologie gelehrt wird, liegen dann hinter den Schülern. "Der deutsche Ausbildungsstandard ist weltweit hervorragend und äußerst restriktiv", sagt Fluglehrer Volker Buche. Seit sieben Jahren lehrt er an der RWL. Davor war er Tornado-Pilot bei der Bundeswehr. Mehr muss er seinen Schülern nicht sagen, um ihre Anerkennung zu erlangen.

Von Anfang an betreute er auch Ferch. "Schnell weg hier", empfiehlt er seinem Schüler während der Flugstunde zwischen Köln und Düsseldorf. Auf gut 4000 Fuß setze sich sekündlich mehr Eis an Flügeln und Messinstrumenten der RWL 5333 ab. "Sehr gefährlich", sagt Buche. Ferch reagiert blitzschnell, Fehler leistet er sich nicht. Auch nach diesem Flug bescheinigt ihm sein Lehrer eine hervorragende Leistung. "Er ist einer der Besten, den ich je hatte."

Besteht Ferch seine praktische Prüfung, steht noch ein Cockpittraining ins Haus, dann wird er sich von der RWL verabschieden. Mit 22 kann er bei einer Airline anheuern. Doch die Zeit der Schulungen und des Trainings endet auch dann nicht. Noch gut zwei Jahre dauert die Einweisung auf einen speziellen Flugzeugtyp. Bis dahin kostet er die Fluggesellschaft noch einmal Tausende Euro.

Sein größter Traum? Einmal die ganz großen Maschinen steuern, den Airbus A380 oder einen Langstreckenflieger. Ums Geld geht es Christoph Ferch nicht, sagt er. "Klar. Das ist toll, wenn man auch Geld verdient. Das steht aber nicht im Vordergrund."

Dem Arbeitskampf der Lufthansa-Piloten konnte Lehrer Buche trotzdem etwas Gutes abgewinnen: "Super, wenn die Jungs streiken. Dann haben wir richtig viel Platz zum Fliegen."

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Forum - Verdienen Lufthansa-Piloten zu wenig?
insgesamt 1792 Beiträge
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1.
Sunny, 17.02.2010
Fragen wir doch mal Guido.. ;) Aber im Ernst: Piloten haben sicher einen anstrengenden und verantwortungsvollen Job, aber den haben andere Berufsgruppen mit wesentlich geringerem Salär auch (Busfahrer z.B. - und unter der Annahme, dass die Angaben zu den Gehältern stimmen). Bleibt also die Frage: was sind die Fluggesellschaften zu zahlen bereit, und das testen die Piloten jetzt aus. Ist ja auch mindestens 2 Jahre her, seit das letzte Mal Piloten gestreikt haben... Kurze Frage: wer bezahlt eigentlich eine Pilotenausbildung? Geht der Pilot in Vorleistung?
2.
unente, 17.02.2010
"Cockpit" will für Arbeitsplatzsicherheit streiken, nicht für mehr Geld. ---Zitat von spon--- ...Kern der aktuellen Auseinandersetzung ist der Wunsch der Arbeitnehmer, die Auslagerung von Stellen in billigere Tochtergesellschaften zu stoppen, was der Konzern aber nicht ausschließen will. *Für eine derartige Zusage wären die Piloten auch zu einer Nullrunde beim Gehalt bereit*... ---Zitatende---
3. Auf zu neuen Ufern !
Kalix 17.02.2010
Die Probleme mit Sysop werden grösser. In einer marktwirtschaftlichen Tarifauseinandersetzung ist es vollkommen egal, ob wie hier die Piloten gut verdienen oder nicht. Es geht ausschliesslich um den Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Lufthansa hat trotz stärkstem Wettbewerb gute Erträge; garantiert unter anderem durch den Einsatz der Piloten und des fliegenden und nicht fliegenden Personals. Warum sollen hiervon ausschliesslich die Aktionäre profitieren ? Warum sollen die Mitglieder von Cockpit tatenlos zuschauen, wenn ihre Arbeitsplätze weg rationalisiert werden zugunsten von Billigfliegern unter dem Dach der Lufthansa? Ich denke, die Akzeptanz eines Streikes ist von der Bevölkerung erst dann gegeben, wenn Unternehmen wie Lufthansa gezwungen werden, ihre Unternehmensstrategie auch an den Beschäftigten zu orientieren. Wir brauchen mehr Streiks, um das Perfide in den Unternehmensstrategien 1fach unmöglich zu machen. Jede Drohung, Unternehmensverwaltungen in das Ausland zu verlagern, zeigt von der fehlenden moralischen Qualifikation dieser sogenannten Manager, deren Leistung nur im unteren Drittel des Rankings weltweit gewürdigt wird.
4. Naja
highn00n 17.02.2010
Bei der wirtschaftlichen Lage zu streiken ist nicht so ganz ungefährlich. Durch die Wirtschaftskrise ist der Fracht und auch der Personenverkehr so stark zurückgegangen wie noch nie zuvor. Ob da ein Streik wirklich Sinn macht, wenn dann die Airline pleite macht, wage ich zu bezweifeln. Unternehmen müssen Überkapazitäten nun mal abbauen können, um ihr Überleben zu sichern.
5.
dennis.hoppler 17.02.2010
Zitat von sysopPiloten gehören zu den Besserverdienern in Deutschland - insbesondere bei der Lufthansa. Ist ihr Streik trotzdem berechtigt?
Schon wieder diese Boulevard-Vorlage, die am Thema vorbeigeht. Es geht nicht um Gehaltsverhandlungen, sondern um Rettung der Arbeitsplätze in Lufthansa-Cockpits und gegen das vehemente "Outsourcing", das seit Jahren vom Management betrieben wird-entgegen geschlossener Vereinbarungen. Die Pilotenschaft bietet sogar eine Nullrunde an.
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Was die Streitparteien wollen
Die Verhandlungslinie der Piloten
Die Gewerkschaft Cockpit befürchtet einen sukzessiven Abbau der hochbezahlten Piloten im Konzerntarifvertrag. Sie will eine Verlagerung von Arbeitsplätzen auf neu übernommene oder neugegründete Töchter vermeiden und fordert daher eine "belastbare Beschäftigungsgarantie" für die Flugzeugführer. Im Gegenzug für diese Arbeitsplatzgarantie hatte sich die Gewerkschaft bereiterklärt, auf ihre zu Beginn der Verhandlungen im Mai geforderte Lohnerhöhung von 6,4 Prozent für zwölf Monate zu verzichten und eine Nullrunde zu akzeptieren. Der Konzerntarifvertrag umfasst neben der Lufthansa Passage die Töchter Lufthansa Cargo und Germanwings.
Die Verhandlungslinie der Lufthansa
Die Lufthansa steht der geforderten Beschäftigungsgarantie skeptisch gegenüber und drängt vielmehr auf deutliche Einsparungen, auch bei den Piloten. Bis Ende 2011 sollen die Kosten im Passagiergeschäft im Rahmen des Sparprogramms Climb 2011 um eine Milliarde Euro gesenkt werden.

Die Fluggesellschaft kämpft derzeit mit massiven Geschäftseinbußen durch die Wirtschaftskrise und der Sanierung und Integration der jüngst übernommenen Töchter wie Austrian Airlines und British Midland. Außerdem setzen der größten europäischen Fluggesellschaft im Europaverkehr zunehmend Billigflieger wie Air Berlin oder Ryanair zu, an die Lufthansa sukzessive Marktanteile verliert.
Knackpunkt eins: Internationale Zukäufe
Zukäufe Bei den zuletzt übernommenen Töchtern wie Brussels Airlines oder Austrian Airlines arbeiten die Piloten teilweise für weniger Gehalt als bei Lufthansa. Die Gewerkschaft befürchtet, dass das Unternehmen Lufthansa-Strecken zunehmend auf die Töchter verlagern könnte, um so Kosten zu sparen. Dann würden die billigeren Piloten der Töchter die Strecken fliegen und nicht mehr die Lufthansa-Piloten, deren Arbeitsplätze die Gewerkschaft in Gefahr sieht. Nach Angaben von Lufthansa ist im Passagierverkehr jedoch weiteres Wachstum geplant. Die Zahl der Konzerntarifvertrag-Arbeitsplätze habe sich - ohne die frühere Tochter Condor - seit 2001 um acht Prozent erhöht, argumentiert das Unternehmen.
Knackpunkt zwei: Lufthansa Italia
Lufthansa hat 2009 eine eigene Tochter in Italien gegründet. Bislang konnten sich Gewerkschaft und Lufthansa aber nicht darüber einigen, wer die Maschinen fliegen soll. Nach dem Willen von Lufthansa sollen das langfristig Piloten außerhalb des Konzerntarifvertrags machen, die Gewerkschaft will das verhindern. Die deutschen Piloten fürchten, dass Lufthansa Italia künftig mehr Strecken übernehmen und Konzernpilotenstellen wegfallen könnten. Bislang fliegen noch Lufthansa-Piloten die Maschinen. Allerdings hat die Gewerkschaft diesen Verhandlungspunkt am Montag vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt am Main aufgegeben. Nun soll nur über Entgelte im deutschen Tarifgebiet verhandelt werden.
Knackpunkt drei: Logistiktochter Aerologic
Ähnlich ist die Situation bei der gemeinsam mit der Deutschen Post neugegründeten Frachttochter Aerologic. Deren Flugzeuge werden nicht wie bei der eigenen Frachttochter Cargo von Konzernpiloten geflogen, sondern von neu eingestelltem Personal. Auch will die VC Lufthansa-Konzernpiloten ins Cockpit holen. Wie es mit diesem Streitpunkt nun weitergeht, müssen die Verhandlungen in den kommenden Tagen zeigen.
Knackpunkt vier: Größere Regionalmaschinen
Lufthansa mustert im Regionalverkehr die kleinen Flugzeuge mit weniger als 70 Sitzen aus und ersetzt sie durch größere Maschinen. Das Unternehmen muss gemäß einer vor Jahren getroffenen Vereinbarung bei Flugzeugen über 70 Sitzen, die unter der Marke Lufthansa eingesetzt werden, mit der Gewerkschaft über die Arbeitsbedingungen der Piloten verhandeln. In dem seit Jahren schwelenden Konflikt gab es jedoch keine Einigung - auch weil sich die Gewerkschaft intern nicht einigen konnte. Ein Teil der neuen Maschinen kommt daher bei Partnern wie Air Dolomiti und Augsburg Airways zum Einsatz. Hier steht das Lufthansa-Logo nicht auf den Maschinen. Einen ähnlichen Weg hatte Lufthansa bei der Tochter Cityline gewählt - auch hier werden die Flugzeuge nicht mit dem Namen Lufthansa beschriftet. Bei dem Partner Eurowings werden durch den Sparkurs 19 Flugzeuge stillgelegt und Hunderte Arbeitsplätze abgebaut.



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