Allianz-Tochter Pimco Starmanager Gross kassierte 290 Millionen Dollar Bonus

Die Geschäfte liefen eher mau, der Bonus aber fiel 2013 trotzdem beachtlich aus: Starinvestor Bill Gross soll bei seinem Ex-Arbeitgeber Pimco 290 Millionen Dollar Prämie bekommen haben. Die Fondsgesellschaft widerspricht nur ein bisschen.

Finanzmanager Gross: Bericht über Millionenbonus
REUTERS

Finanzmanager Gross: Bericht über Millionenbonus


New York - Bei der Fondsgesellschaft Pimco wird offenbar auch Misserfolg belohnt. Denn die Allianz-Tochter hat ihrem Ex-Starinvestor Bill Gross laut einem Medienbericht 2013 trotz bescheidener Anlageerfolge einen sehr hohen Bonus gezahlt. Gross habe rund 290 Millionen Dollar (230 Millionen Euro) erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ein internes Dokument. Zum Vergleich: Allianz-Chef Michael Diekmann bekam 7,2 Millionen Euro.

Pikant an dem Bonus: Das von Gross gemanagte Pimco-Flaggschiff Total Return Fund hatte im vergangenen Jahr schlechter abgeschnitten als viele Wettbewerber. Ein Pimco-Sprecher sagte auf Nachfrage, die Zahlen seien nicht korrekt. Konkretere Angaben machte er aber nicht.

Gross hatte bei Pimco jahrelang große Erfolge. Ende September wechselte er überraschend zum Konkurrenten Janus Capital, nachdem ein Führungsstreit bei Pimco eskaliert war. Pimco hatte den Abgang von Gross empfindlich zu spüren bekommen. Ende September hatten Kunden nach dem Wechsel des 70-jährigen Fonds-Gurus Milliarden bei Pimco abgezogen.

Doch auch bei Gross' neuem Arbeitgeber läuft es noch nicht besonders gut. Der von Gross verwaltete Janus Global Unconstrained Bond Fund zieht bislang weniger Anlegergeld an als erwartet.

mmq/dpa



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insgesamt 54 Beiträge
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quadraginti 14.11.2014
1. Das ist doch
der wiederauferstandene Klaus Kinski!
Theo Haenzi 14.11.2014
2. Einfach nur noch krank!
Dass Unternehmungen solche Bonuszahlungen immer noch machen, zeigt, wie krank unser Wirtschaftssystem ist. Die Verantwortlichen scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass es solche Auswüchse bei den heutigen sozialen Spannungen nicht mehr verträgt. Gier frisst offensichtlich Hirn!
mike48 14.11.2014
3. tolle Leistung
Es ist nicht gerechtfertigt einem Fonds-Manager eine derart hohe Summe zu bezahlen. Die Leute aus der 2. Reihe, die mit Sicherheit die Arbeit machen und u.U. mehr Erfahrung haben sind die gekniffenen.
tolate 14.11.2014
4.
Das sind doch mal ordentliche Vegütungen. Die Allianz wird es überleben, ganz sicher. Dazu ist die Kundschaft da, schon geringe Prämienerhöhungen wegen der gestiegenen Kosten machen das Minus schnell wieder wett.
erasmus89 14.11.2014
5. Da macht sogar die Forderung
von "Die Partei" noch Sinn, dass Managergehälter auf das Zehntausendfache eines Arbeitergehalts zuzüglich Boni begrenzt werden sollen.
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