Automobilindustrie: Pkw-Neuzulassungen sinken weiter

In Europa werden immer weniger neue Autos verkauft. Im Februar wurden weniger als 800.000 Fahrzeuge neu registriert, die Zahl der Neuzulassungen sank damit den 17. Monat in Folge. Besonders stark sind die Einbrüche in Krisenländern wie Italien.

Hamburg - Der Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der EU sinkt seit 17 Monaten, im Februar wurden weniger als 800.000 Autos neu registriert. Das entspricht verglichen mit dem Vorjahresmonat einem Rückgang um 10,5 Prozent. Deutschland liegt genau im Schnitt, hier brachen die Neuzulassungen im vergangengen Monat im Vergleich zum Februar 2012 um 10,5 Prozent ein, lediglich 200 683 Autos kamen neu auf die Straßen. Zuwächse verzeichneten lediglich Großbritannien mit 7,9 Prozent und Belgien mit 3,9 Prozent.

Die Pkw-Nachfrage in Europa sinkt bereits seit langem. 2012 war mit rund zwölf Millionen verkauften Fahrzeugen das schlechteste Autojahr seit 1995. Vor allem im krisenbelasteten Süden Europas kaufen die Menschen aufgrund von hoher Arbeitslosigkeit und schlechten wirtschaftlichen Perspektiven weniger Autos. Besonders hart traf es Italien mit einem Minus von 17,4 Prozent, in Spanien sank die Pkw-Neuzulassung um 9,8 Prozent.

Unter den Autobauern litten besonders die Massenhersteller, die auf hohe Stückzahlen zu günstigen Preisen setzen. Den höchsten Rückgang verzeichnete Ford mit minus 21 Prozent. Der US-Hersteller hat bereits Werksschließungen und Massenentlassungen in Belgien und Großbritannien angekündigt, um in den nächsten Jahren aus der Krise herauszukommen. Auch der kriselnde deutsche Autobauer Opel registrierte deutliche Rückgänge, die Verkäufe gingen um 15,8 Prozent zurück. Deutliche Verluste musste auch VW hinnehmen, der Rückgang betrug 9,9 Prozent.

Bei den Oberklasseherstellern hielt sich der Rückgang dagegen in Grenzen. Daimler verzeichnete ein Minus von 1,8 Prozent, die Neuzulassungen bei BMW sanken um 2,5 Prozent. Moderat fiel auch der Rückgang bei Audi aus, die Neuzulassungen schrumpften lediglich um 3,9 Prozent.

kut/Reuters/dpa

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Sie bauen alle nicht die Autos
Jobuch 19.03.2013
die ich kaufen würde: Einfach, haltbar, ohne Elektronikfirlefanz und keine Wellenbäder und Sickenkriege. Man mag mich für altmodisch halten, aber wenn das Design über die Funktion siegt, dann sage ich "Nein danke" und bleibe bei meinem Altmetall. Ich MUSS kein neues Auto haben, wenn das Neue, außer 2 Liter weniger Verbrauch nichts besser kann, was mir wichtig ist. Allein der Wertverlust eines Neuen gleicht den Minderverbrauch mehr als aus. Also wieso? Wieder mal an die Sicherheitsblockwarte: Kein Problem - kauft die neuen Autos, wenn Ihr Euch mit den 300 PS und 15 Airbags, Rückfahrkameras, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistenten, iPhone-Anschluß etc. sicherer fühlt. Euch braucht die Autoindustrie. Sie hat es mit Hilfe der "Motorjournalisten" geschafft, Euch einzureden, Ihr bräuchtet das. Ich brauchs nicht.
2. Wer wird denn so pingelig sein
DerScheinTrügt 19.03.2013
Zitat von sysopdapdIn Europa werden immer weniger neue Autos verkauft. Im Februar wurden weniger als 800.000 Fahrzeuge neu registriert, die Zahl der Neuzulassungen sank damit den 17. Monat in Folge. Besonders stark sind die Einbrüche in Krisenländern wie Italien. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pkw-neuzulassungen-sinken-weiter-a-889770.html
und konkrete Wirtschaftszahlen anzuschauen - Leute, schaut Euch die Börse an, den Dow Jones an, den Dax, so hoch wie vor der Krise und noch höher! Müssen diese Journalisten eigentlich in jedem Ei ein Haar suchen, ausgerechnet jetzt, wo die F1-Saison wieder angefangen hat? /sarc
3. Es ist mir egal,
fort-perfect 19.03.2013
Zitat von sysopdapdIn Europa werden immer weniger neue Autos verkauft. Im Februar wurden weniger als 800.000 Fahrzeuge neu registriert, die Zahl der Neuzulassungen sank damit den 17. Monat in Folge. Besonders stark sind die Einbrüche in Krisenländern wie Italien. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pkw-neuzulassungen-sinken-weiter-a-889770.html
ob die Autokonzerne ihre Autos noch verhökert kriegen, ich werde mir kein neues Auto mehr kaufen. Die Verkehrspolitik unserer idiotischen Bundesregierung ist mir viel zu wankelmütig. Alle 2 Wochen wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, jedes Mal geht es um zusätzliches Abschröpfen der KFZ Besitzer, mal ist es eine PKW Maut, mal sind es zu hohe Feinstaubwerte für Benziner, mal sind es die üblen Diesel, die die Welt zerstören, mal müssen Brücken und Strassen gerettet werden und beim nächsten Mal ist es wieder irgendetwas anderes..... auf jeden Fall aber wird es teurer für den Autofahrer.... Am besten sollten alle nicht gekauften Autos rund um den Reichstag aufgestapelt werden, als Mahnmal für Idiotenpolitik!
4. Kein Wunder...
Driver 19.03.2013
...dass sich die Rückgänge bei den Oberklasse-Herstellern in Grenzen halten. Sind doch fast alles steuersubventionierte Leasing-Fahrzeuge. Würde es das nicht geben, wären bei denen die Tore schon lange geschlossen. Ausser als Firmenfahrzeug kann sich ein normaler Arbeitnehmer ein solches Fahrzeug doch kaum noch kaufen. Für mich eine Art Abwrackprämie für die selbsternannten Premiumhersteller.
5. Wer sparen soll
seneca55 19.03.2013
kann nicht konsumieren. Wo ist da das Problem, liebe Wirtschaft?
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