Pleite-Firma Insolvenzverwalter muss 700 Kilo Kaviar verkaufen

Er wollte eine gigantische Kaviar-Produktion aufziehen - doch jetzt musste der Hersteller Caviar Creator für seine Anlage in Vorpommern Insolvenz anmelden. Die Firma hatte schon oft für Furore gesorgt, nun werden dringend Käufer für 700 Kilogramm Fischeier gesucht.

Kaviar-Dose von Caviar Creator: Insolvenz angemeldet
DPA

Kaviar-Dose von Caviar Creator: Insolvenz angemeldet


Demmin - Der Kaviarproduzent Caviar Creator hat für eine der weltweit größten Störzuchtanlagen in Mecklenburg-Vorpommern Insolvenz angemeldet. Grund ist offenbar ein geplatztes Russland-Geschäft: Das Unternehmen ist auf rund 700 Kilogramm Kaviar sitzengeblieben.

Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff aus Potsdam bestellt. Er sucht nun dringend Käufer für die 700 Kilogramm Fischeier. Der Kaviar, der schockgefrostet in Demmin lagere, werde zu einem günstigen Preis angeboten. 50 Kilogramm habe er im Weihnachtsgeschäft bereits an Restaurants und Hotels verkauft, sagte Brockdorff

Ein Unternehmenssprecher sagte am Freitag, der Insolvenzverwalter verschaffe sich gegenwärtig einen Überblick über die finanzielle Situation. Der Geschäftsbetrieb in Demmin laufe aber uneingeschränkt weiter.

Caviar Creator hatte schon öfter für Schlagzeilen gesorgt. Mitarbeiter klagten, dass ihre Gehälter nicht ausgezahlt wurden.

Die Demminer Anlage war aus einer Pleite gegangenen Aal- und Streifenbarschfarm auf Initiative von Caviar Creator Inc. in Las Vegas hervorgegangen. Bei der Gründung 2005 war ein ehrgeiziges Produktionsziel ausgegeben worden: mehr als 30 Tonnen Kaviar im Jahr und das Vielfache an Störfleisch. Nun ist der Traum geplatzt.

luk/APD/dpa



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Klapperschlange 18.12.2009
1. 5 kg
Zitat von sysopEr wollte eine gigantische Kaviar-Produktion aufziehen - doch jetzt musste der Hersteller Caviar Creator für seine Anlage in Vorpommern Insolvenz anmelden. Die Firma hatte schon oft für Furore gesorgt, nun werden dringend Käufer für 700 Kilogramm Fischeier gesucht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,668042,00.html
Also 5 kg nehme ich gerne ab!
xcountzerox 18.12.2009
2. war abzusehen, zuletzt nur noch gezappelt...
verkauf von anteilen durch eine drückerkolone? nein danke.
JohnSteam 18.12.2009
3. Doch kein Verkauf an OAT-Schweiz?
Was ist denn da los? Wie kann eine zwischenzeitlich an Schweizer-Kanadische Investoren verkaufte Firma pleite gehen? Steckt hinter den Investoren von OAT Schäfer selbst? Dafür würde ja sprechen, dass das Geld für den Ankauf nur Tröpfchenweise fließt und dass die Investoren nicht offen gelegt werden. Schade ist, dass dies auf dem Rücken der Angestellten abläuft. Diesen wünsche ich für Weihnachten endlich klare Verhältnisse und einen solventen Eigentümer.
SirTurbo, 19.12.2009
4. moderne Zeiten
Zitat von JohnSteamWas ist denn da los? Wie kann eine zwischenzeitlich an Schweizer-Kanadische Investoren verkaufte Firma pleite gehen? Steckt hinter den Investoren von OAT Schäfer selbst? Dafür würde ja sprechen, dass das Geld für den Ankauf nur Tröpfchenweise fließt und dass die Investoren nicht offen gelegt werden. Schade ist, dass dies auf dem Rücken der Angestellten abläuft. Diesen wünsche ich für Weihnachten endlich klare Verhältnisse und einen solventen Eigentümer.
Nana... Selbst unter einer Schwarz-Geld-Regierung sind wir noch nicht soweit daß Angestellte Eigentümer haben^^
JohnSteam 19.12.2009
5. @SirTurbo
Zitat von SirTurboNana... Selbst unter einer Schwarz-Geld-Regierung sind wir noch nicht soweit daß Angestellte Eigentümer haben^^
Ich kenne Ihr Probleme nicht. Aber es scheint, dass Sie sehr gerne Sachen missverstehen. Was spricht denn gegen einen Inhaber der Firma, der ausreichende finanzielle Mittel hat? Oder sind Sie der Meinung weil die Firma im Osten liegt, dass diese verstaatlicht werden soll und das Kollektiv übernimmt? Danke schön für eine Antwort und auch Ihnen wünsche ich schöne besinnliche Feiertage.
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