Nach Rekordjahr Porsche sucht nach neuen Geldquellen

2017 war das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte für Porsche. Für die Zukunft sucht der Autohersteller neue Erlösquellen. Einen Umsatzschub erwartet die VW-Tochter allerdings erst für 2019.

Porsche Mission E Cross Turismo
AFP

Porsche Mission E Cross Turismo


Porsche setzt seine Hoffnung auf den Elektrowagen Mission E, der 2019 als erstes rein elektrisches Fahrzeug auf den Markt kommen soll. Der neue Sportwagen soll der VW-Tochter einen Umsatzsprung bringen.

Porsche peilt bisher eine Jahresproduktion von 20.000 Einheiten für den Mission E an, denkt aber bereits über eine Erhöhung der Kapazitäten nach. Die Erwartungen richten sich dabei vor allem auf China, wo die Regierung die Elektromobilität vorantreibt.

Auf der Automesse in Genf hat Porsche bereits die Studie für einen weiteren Ableger vorgestellt, den Elektro-SUV Mission E Cross Turismo, mit mehr als 500 Kilometern Reichweite.

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Porsche Mission E: Ein bisschen Cayenne, ein bisschen 911

Neben dem eigentlichen Fahrzeugbau setzt Porsche künftig verstärkt auch auf neue Geschäftsfelder. Mit digitalen Diensten will der Autohersteller deutlich mehr Geld verdienen. "Wir müssen und werden Wachstumspotenziale neben dem eigentlichen Fahrzeuggeschäft schaffen", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke in Stuttgart.

Porsche sucht in seinem Digital Lab in Berlin nach neuen Geschäftsfeldern. Als konkrete Dienste schweben dem Autohersteller beispielsweise eine Schnellladestation für Elektro-Sportwagen vor.

"Mittelfristig wollen wir einen zweistelligen Prozentsatz unseres Umsatzes mit digitalen Diensten erwirtschaften." Am Renditeziel von mindestens 15 Prozent halte Porsche fest - auch wenn Digitalisierung, Elektrifizierung und Vernetzung viel Geld kosteten.

Erfolgreichstes Jahr der Geschichte

Porsche hat im vergangenen Jahr - dem erfolgreichsten der Geschichte - 23,5 Milliarden Euro Umsatz gemacht, fünf Prozent mehr als 2016. Bei einem Ergebnis im laufenden Geschäft von 4,1 Milliarden Euro stieg die operative Rendite auf 17,6 Prozent. Damit gehört das Unternehmen zu den weltweit profitabelsten Autoherstellern.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Das ist etwa eine halbe Milliarde mehr als 2016. Insgesamt gingen rund 246.400 Sport- und Geländewagen an die Kunden, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2018 strebt Porsche einen Umsatz auf etwa demselben Niveau an.

brt/dpa/Reuters

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