Trotz Umstieg auf Elektroautos Porsche macht drei Prozent mehr Gewinn

Die Volkswagen-Tochter Porsche investiert viel in E-Mobilität - und kann ihren Gewinn dennoch steigern. Und auch künftig will die Unternehmensspitze 15 Prozent Rendite einfahren.

Vorstandsvorsitzender Oliver Blume mit Finanzvorstand Lutz Meschke
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

Vorstandsvorsitzender Oliver Blume mit Finanzvorstand Lutz Meschke


Porsche-Chef Oliver Blume will sein Unternehmen zur Elektroautomarke umbauen. Trotz der damit verbundenen hohen Ausgaben hat der Sportwagenhersteller seinen Gewinn erneut steigern können. Grund hierfür sei ein deutlich höherer Absatz von seinen teuren Topmodellen wie dem 911er oder dem Panamera, teilte der Sportwagenhersteller in Stuttgart mit.

Unter dem Strich bleiben 2018 nach Unternehmensangaben rund 3,1 Milliarden Euro - etwa 100 Millionen Euro oder gut drei Prozent mehr als 2017. Diese Nachricht dürfte für den Mutterkonzern Volkswagen Erleichterung bedeuten, den aktuell eine Klage der US-Börsenaufsicht SEC belastet. Sie wirft VW "massiven Betrug" vor. Nach Audi ist Porsche die wichtigste Gewinnquelle im VW-Konzern.

256.000 Autos ausgeliefert

Trotz hoher Investitionen in Elektromobilität und neue digitale Geschäftsfelder hält Porsche auch an einer Zielrendite von 15 Prozent fest. 2018 fiel sie mit 16,6 Prozent trotzdem geringer aus als in den Vorjahren. Der Wert gibt das Verhältnis von operativem Ergebnis und Umsatz und damit die Profitabilität des Unternehmens an.

Mit mehr Effizienz und neuen profitablen Geschäftsfeldern wolle Porsche auch in Zukunft diese operative Rendite erreichen, teilte Finanzvorstand Lutz Meschke mit. Im laufenden Jahr rechne Porsche bei weiter steigendem Absatz mit einem leichten Umsatzwachstum.

Die Umsätze mit den Top-Modellen stiegen unter Porsche-Chef Oliver Blume um fast zehn Prozent auf knapp 25,8 Milliarden Euro. Insgesamt lieferte Porsche - wie zuvor schon bekannt - im vergangenen Jahr gut 256.000 Fahrzeuge aus, vier Prozent mehr als 2017.

apr/dpa/Reuters



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