Verhandlungen mit Netzagentur Post will Briefporto häufiger erhöhen

Die letzte Portoerhöhung liegt erst einige Monate zurück, doch die Deutsche Post denkt schon über künftige Preissteigerungen nach. Der Konzern verhandelt mit der Bundesnetzagentur, wie er sein wenig profitables Briefgeschäft lukrativer machen könnte.

Postzustellerin  sortiert Briefe: Die Post will das Porto häufiger anheben können
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Postzustellerin sortiert Briefe: Die Post will das Porto häufiger anheben können


Bonn - Für die Zustellung von Briefen sollen Verbraucher künftig nach dem Willen der Deutschen Post Chart zeigen in regelmäßigeren Abständen mehr bezahlen. Mit der Bundesnetzagentur verhandelt die Post seit Donnerstag über ein neues Verfahren gesprochen, wie Portoerhöhungen künftig genehmigt werden können. Das sagte ein Unternehmenssprecher und bestätigte einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Da die Reserven für Produktivitätssteigerungen weitgehend ausgeschöpft seien, wolle das Unternehmen von Zeit zu Zeit die Preise anpassen. "Wir benötigen mehr Spielraum, um unsere Geschäfte betreiben zu können".

Im Briefbereich steht die Post unter einem hohen Druck, weil E-Mail und Internet die klassische Briefzustellung zunehmend verdrängen. Hinzu kommen erhebliche Belastungen unter anderem aus den Tariferhöhungen. Einbußen in der Sparte würden derzeit nur durch das boomende Paketgeschäft kompensiert.

Porto soll mit der Inflation steigen

Preiserhöhungen kann der ehemalige Staatsmonopolist aber nur mit Genehmigung der Bundesnetzagentur durchsetzen. Im vergangenen Jahr hatte die Aufsichtsbehörde eine Portoanhebung für den Standardbrief um 3 Cent auf 0,58 Euro zum 1. Januar 2013 genehmigt. Zuvor war der Preis für die Beförderung eines Standardbriefs 15 Jahre lang nicht erhöht worden. Im europäischen Vergleich liegt das deutsche Briefporto im Mittelfeld.

Über Preisaufschläge im Briefbereich sei derzeit noch nicht entschieden, betonte der Sprecher. Die Post möchte künftig von Zeit zu Zeit Anpassungen in Höhe der Inflationsrate durchsetzen. Das würden bedeuten, dass das Porto Anfang kommenden Jahres im Durchschnitt um weitere 1,8 Prozent steigen könnte, schrieb die Zeitung. Das entspricht bei einem Standardbrief ungefähr einem Cent.

Zunächst allerdings muss die Bundesnetzagentur neue Spielregeln für die Portoberechnung festlegen. Preisanträge könne die Post erst einreichen, wenn die Regeln bekannt seien, sagte der Sprecher. Das werde frühestens im Herbst der Fall sein.

ade/dpa/AFP



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insgesamt 35 Beiträge
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westerwäller 15.08.2013
1. Wird schon klappen ...
...der Staat hat ja auch auf Wunsch der Post in diesem Bereich Mindestlöhne eingeführt ...
attilav 15.08.2013
2. Einverstanden!
Aber nur wenn ich jedesmal eine Rentenerhöhung in der gleichen Höhe bekomme. Und die Kolleg/Innen die arbeiten eine Lohnerhöhung in der gleichen Höhe. Hies einmal Scala mobile...
khertel 15.08.2013
3. Sinnvolle Erhöhungen bitte
Keine 58 ct, sondern 60. Dachte eigentlich, das Thema wäre ein paar Jahre nach der Währungsumstellung durch gewesen, aber so kann man sich täuschen.
Stabhalter 15.08.2013
4. aha
Zitat von sysopDPADie letzte Portoerhöhung liegt erst einige Monate zurück, doch die Deutsche Post denkt schon über künftige Preissteigerungen nach. Der Konzern verhandelt mit der Bundesnetzagentur, wie er sein wenig profitables Briefgeschäft lukrativer machen könnte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/post-will-porto-haeufiger-erhoehen-und-verhandelt-mit-bundesnetzagentur-a-916846.html
die Post treibt wieder die Portosau durchs Dorf,ach wie schön das anzusehn.Deutsche Post , Nein Danke ,unpünktlich dass es nur so kracht.
feldpost45 15.08.2013
5. Mangelhafte Forderungen
Die Entgelte sollen nur erhöht werden, damit eine hohe Dividende problemlos ausgeschüttet werden kann; Nutznießer sind Großaktionäre wie z.B. die Bundesrepublik Deutschland. Die Deutsche Post sollte mal ihre sonstigen Aktivitäten prüfen z.B. die irren Reisekosten für ihre weit auseinander liegenden Geschäftsstellen oder die ausgesprochen guten Gehälter und Boni für ihre Führungskräfte. Insbesondere sollte mal untersucht werden, welche Tätigkeiten nichts mit postalischen Angelegenheiten zu tun haben. Im Übrigen hat sie sich ja schon weitgehend von ihren Kunden verabschiedet durch Privatisierung der Postfilialen.
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