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Bilanz 2015: Postbank steigert Gewinn trotz Mickerzinsen

Die niedrigen Zinsen machen der Postbank zu schaffen. Trotzdem kann sie ihren Gewinn um fast zehn Prozent steigern. Mit dem geplanten Börsengang wird es in diesem Jahr aber wohl nichts mehr.

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DPA

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Die Postbank leidet zunehmend unter den historisch niedrigen Zinsen. Im vergangenen Jahr sank der Zinsüberschuss um rund 3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro - obwohl die Bank das Kreditgeschäft ausgeweitet hatte. Der um zahlreiche Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn stieg dennoch um 9,6 Prozent auf 522 Millionen Euro, wie das Geldhaus mitteilte.

Unter dem Strich erwirtschaftete die Bank sogar einen Gewinn von 609 Millionen Euro, auch weil sie wegen Sonderabschreibungen Steuern erstattet bekam. Die positive Entwicklung erklärt die Postbank damit, dass sie deutlich weniger in die Vorsorge für faule Kredite stecken musste. Zudem hatte das Institut die Kosten im Griff.

Die Deutsche Bank, derzeit Mutter der Postbank, will sich von dem Geldhaus trennen und dieses zurück an die Börse bringen. Derzeit werden die Aktien der Postbank nicht an einer Börse gehandelt. Allerdings rechnet die Deutsche Bank derzeit nicht damit, dass der Börsengang noch in diesem Jahr gelingt.

Angesichts der derzeit schlechten Stimmung rund um Banken an den Finanzmärkten müsste die Deutsche Bank zu große Zugeständnisse beim Preis machen. Das größte deutsche Geldhaus war 2008 bei der Postbank eingestiegen.

Die Postbank will bis zum Sommer wieder vollständig auf eigenen Beinen stehen. "Die Entkonsolidierung von der Deutschen Bank wird uns noch bis Mitte des Jahres beschäftigen", sagte Vorstandschef Frank Strauß. Chancen sieht Strauß vor allem im Geschäft mit dem Mittelstand und der weiteren Digitalisierung.

sep/dpa-AFX/Reuters

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