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Postenverteilung: Nur jede vierte Führungskraft ist eine Frau

Weibliche Führungskräfte sind in Deutschland laut einer aktuellen Studie immer noch unterrepräsentiert: Nur jeder vierte leitende Posten in Betrieben ist von einer Frau besetzt. Je nach Unternehmensgröße und Branche gibt es allerdings große Unterschiede.

Weibliche Führungskraft: In deutschen Großbetrieben eher selten Zur Großansicht
Corbis

Weibliche Führungskraft: In deutschen Großbetrieben eher selten

Hamburg - In Deutschland haben Frauen in der privaten Wirtschaft noch immer wenig Macht: In der obersten Leitungsebene von Betrieben ist nur jede vierte Führungskraft eine Frau. Das ergab eine am Dienstag in Nürnberg vorgestellte repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 16.000 Betrieben. Im Laufe von vier Jahren ist dieser Wert demnach nahezu unverändert geblieben. Die Ergebnisse seien "ernüchternd", sagten die Autoren der Studie.

Der Anteil von Frauen in der Führungsspitze hängt allerdings stark von Betriebsgröße oder Branche ab. So werden der Untersuchung zufolge beispielsweise kleine Betriebe häufiger von Frauen geführt als große. In der ersten Führungsebene von Großbetrieben mit mehr als 500 Beschäftigten liegt der Frauenanteil demnach lediglich bei neun Prozent. Immerhin seien dort Fortschritte zu vermelden: Vor vier Jahren waren es noch lediglich sechs Prozent.

Weibliche Chefs seien zudem vorwiegend in Bereichen wie Erziehung und Unterricht, Gesundheitswesen oder Gastronomie anzutreffen. Im Finanz- und Versicherungssektor seien Frauen in Führungspositionen dagegen eine Seltenheit. Die Forscher folgerten daraus: "Besonders dort, wo es um wirtschaftliche Macht geht, sind Frauen wenig vertreten."

wit/AFP/Reuters

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1. ...
underdog, 15.04.2010
Dieses ganze Rumlamentieren um die Gleichstellung lässt sich kurz und prägnant auf den Punkt bringen: Männer sollen gefälligst die Betten machen, damit Frauen sich reinsetzen können. Es hindert keiner Frauen daran, eigene Betriebe zu gründen. Warum machen sie es nicht bzw. so selten? Hier könnten sie doch nach Herzenslust "führen" und ihre überlegene Führungs-, Wirtschafts- und Sozialkompetenz unter Beweis stellen - und damit die männliche Konkurrenz binnen kürzester Zeit in Grund und Boden stampfen. Würde das stimmen, was man tagtäglich über Fähigkeiten der Frauen sowie Mängel der Männer hört und liest, hätten sie es eigentlich schon längst tun müssen.
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