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PR-Offensive: AOL-Chef wettet zehn Millionen Dollar auf seine marode Firma

Kluger Schachzug oder Verzweiflungstat? AOL-Chef Tim Armstrong will Anlegern beweisen, dass die Flaute seines Konzerns vorbei ist - und kauft ordentlich Aktien ein. Die Eigenwerbung ist ihm zehn Millionen Dollar wert.

AOL-Chef Tim Armstrong gibt die Hoffnung nicht auf Zur Großansicht
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AOL-Chef Tim Armstrong gibt die Hoffnung nicht auf

Hamburg/San Francisco - Damit auch Investoren wieder Vertrauen in seinen Konzern haben, geht AOL-Chef Tim Armstrong mit gutem Beispiel voran. Zehn Millionen Dollar setzt Armstrong darauf, dass seine Strategie zur Umstrukturierung des Internetunternehmens aufgeht.

Insgesamt kaufte Armstrong 477.000 Aktien seiner eigenen Firma ein. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC erklärte der AOL-Chef, er habe die Aktien am Freitag für durchschnittlich 20,97 Dollar pro Stück erworben. Sein Anteil an dem ins Trudeln geratenen Unternehmen steigt damit nach Angaben von AOL auf rund vier Prozent.

Erst Anfang vergangener Woche war die AOL-Aktie um sechs Prozent gefallen. Der Grund: AOL gab den Kauf der Webzeitung "The Huffington Post" für 315 Millionen Dollar bekannt. Mit dem Deal wollte Armstrong eigentlich mehr Besucher auf AOL-Webseiten ziehen und das Unternehmen so für Werbekunden attraktiver machen.

Im April 2009 übernahm Armstrong den Chefposten bei AOL. Zuvor war er bei Google für Werbung und Handel in Amerika zuständig.

tat/dapd/ap

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