Frankfurt - Für Rohstoff-Händler war der September kein besonders guter Monat. Denn angesichts der Schuldenkrise und der Sorge um die schwächelnde Weltwirtschaft haben die Preise deutlich nachgegeben.
Der Preis für die US-Ölsorte WTI ging seit Juli um 14 Prozent zurück, das ist der heftigste Einbruch seit dem vierten Quartal 2008. Beim Nordsee-Öl Brent
deutet sich mit einem Minus von mehr als sieben Prozent der größte Quartalseinbruch seit 15 Monaten an. Auch am Freitag gab der Ölpreis nach: Brent kostete 103 Dollar je Fass, WTI rund 82 Dollar. "Die Stimmung ist einfach schlecht, auch wenn bislang wie beim Öl noch immer genügend Nachfrage aus den Schwellenländern vorhanden ist", sagte ein Analyst.
Auch bei Kupfer und Gold
hielten sich die Käufer deutlich zurück. Die Preise für beide Metalle
brachen so heftig ein, wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Kupfer verlor innerhalb eines Monats fast ein Viertel an Wert. Bei dem Industriemetall macht sich die Sorge der Anleger vor einem Abschwung bemerkbar. "Die entscheidende Frage ist, ob Chinas Wirtschaft auch weiterhin ihre Zugkraft beibehält", sagte ein Analyst.
Auch aus Gold flüchteten die Anleger in den vergangenen Wochen und setzten stattdessen auf Bargeld. In den Monaten zuvor hatte das Edelmetall als Krisenwährung enorm an Wert gewonnen. Im September aber fiel der Goldpreis um rund elf Prozent - heftiger war der Einbruch nur im Oktober 2008 mit einem Minus von 17 Prozent.
Dennoch ist das Preisniveau für Gold hoch. Eine Feinunze kostete am Freitag rund 1620 Dollar. Händler berichteten, vor allem aus China und Indien als weltgrößtem Gold-Markt gebe es eine starke Nachfrage. Dabei spielt auch der Beginn der indischen Hochzeitssaison eine große Rolle. Denn in dem Land ist Goldschmuck für Brautpaare ein traditionelles Geschenk.
mmq/Reuters
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