Pressekompass Rekordstreik bei der Bahn - ist das Streikvorhaben der GDL überzogen?

Die GDL hat einen Streik von Mittwoch bis Montag im Personen- und Güterverkehr angekündigt. Dies wäre der längste Streik in der Geschichte der Bahn. Ist dieses Ausmaß gerechtfertigt? Der Pressekompass präsentiert den Meinungstrend der Medien.

Leere Bahnsteige in Frankfurt am Main: Ist der Streik der GDL überzogen?
REUTERS

Leere Bahnsteige in Frankfurt am Main: Ist der Streik der GDL überzogen?




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Seite 1
nic 05.11.2014
1.
Wer regt sich den über einen Streik bei Mercedes auf. Letztendlich interessiert es doch die wenigsten über was es da überhaupt geht. Nun ist die Bahn, eine wichtige Versorgungsgrundlage, ohne Not durch die Politik verstaatlicht worden. Auch wenn ich mich wiederhole: Bahn wieder verstaatlichen bzw. eine eventuelle Schuld nicht bei der GDL suchen, sondern bei der Politik. Letztendlich zeigt uns doch die GDL nur, wie unsinnig die Privatisierung war und ist.
ohne_sorge 05.11.2014
2. Politik ist Schuld
Zusatzlich zu der vergammelten Infrastruktur der Bahn wg. Börsengang kommt jetzt noch das Streikwirrwarr. Die Politik wollte ja unbedingt privatisieren und jetzt steht sie vor einem Scherbenhaufen und scheint noch nicht einmal zu begreifen, dass sie die Verantwortung trägt. Von den Politikern hört man deswegen gar nichts, weil sie genau wissen, dass sie eine gehörige Mitschuld am allgemeinen Bahnchaos hat und die Diskussion gegen den Streik natürlich genau im Interesse der Eigentümer, nämlich dem Staat (vertreten durch unsere alternativlosen Politker) ist.
joey55 05.11.2014
3.
Selbstverständlich ist das Streikrecht auch bei der Bahn richtig und wichtig. Wenn allerdings 17.000 Menschen aus nicht nachvollziehbaren Gründen (Es wird verlangt, dass erst die Zuständigkeit ausgeweitet wird, bevor über Lohnsteigerungen verhandelt wird) ein ganzes Land lähmen, wird das Streikrecht maßlos ausgenutzt und damit mißbraucht.
axel_roland 05.11.2014
4. Streikrecht bei der Bahn fehl am Platz
Die Bahn ist strukturell und von Ihrer Bedeutung für den Kunden her nach wie vor ein Staatsbetrieb. Genau aus diesem Grund handelte es sich früher um Beamten ohne Streikrecht, was sinnvoll ist. Durch die Privatisierung der Bahn entsteht ein Monopol bei dem bei Streikausübung vor allem der Bahnkunde leidet. Dadurch erhält die GDL eine Machtposition die dem validen Ursprungsgedanken des Wirken einer Gewerkschaft klar entgegenspricht. Ich kann der Bahn im Umkehrschluss nur empfehlen ihr Monopol zu nutzen, auf Stur zu schalten und den Streik auszusitzen. Klar kostet das erst mal Geld, aber die Kunden werden ja kaum zur Konkurrenz wechseln, wenn es keine gibt. Dadurch wird die GDL nachhaltig geschwächt und damit der Kunde nachhaltig gestärkt.
1zmir 05.11.2014
5.
Es wird Maßlos übertrieben, nicht nur mit der Einbeziehung des Boardpersonals, sondern auch mit der -nebenbei- dreist geforderten Gehaltserhöhung von 5%. Schon wieder! Verantwortung mögen sie, die Lokführer, haben, die haben Busfahrer und Taxifahrer aber auch und die müssen nicht nur einen Knopf alle 10 Sekunden drücken. 1700 € Netto ist nichteinmal wenig- und das mit der Vorraussetzung eines Hauptschulabschlusses ...
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