Deutsche Börse ProSiebenSat.1 steigt in den Dax auf

Die Deutsche Börse hat entschieden, ProSiebenSat.1 in den deutschen Leitindex Dax aufzunehmen. Der Konzern wird den Platz von K+S übernehmen.

Deutsche Börse in Frankfurt
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Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 steigt in die erste Börsenliga auf. Es wird im Dax die Aktien des Salz- und Düngerherstellers K+S ersetzen, die ihrerseits in den MDax absteigen werden. Der Wechsel werde am 18. März nach Handelsschluss vorgenommen und zum 21. März wirksam, teilte die Deutsche Börse mit.

Mit ProSiebenSat.1 steigt erstmals ein Medienunternehmen in den Kreis der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands auf. Es ist die zweite Veränderung im Dax innerhalb von sechs Monaten: Im September war die Immobilienfirma Vonovia aufgestiegen. Davor blieb der Dax drei Jahre lang unverändert. Nur Anfang der Neunzigerjahre bewegte sich in der ersten Börsenliga über einen noch längeren Zeitraum nichts.

"Wir sehen den Aufstieg als Würdigung unserer Arbeit der vergangenen Jahre und als Ansporn, unsere diversifizierte Wachstumsstrategie in Zukunft erfolgreich weiter zu verfolgen", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Thomas Ebeling. Der Konzern steigerte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 13,4 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg demnach um 9,2 Prozent auf 925,5 Millionen Euro.

Der Konzern mit Sitz in Unterföhring bei München, der rund 4800 Mitarbeiter beschäftigt, betreibt die Fernsehsender Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Sixx, Sat.1 Gold und ProSieben Maxx.

Zudem wird der seit Dezember an der Frankfurter Börse notierte Möbelgigant Steinhoff, zu dem unter anderem der Händler Poco gehört, in den Index der mittelgroßen Werte aufgenommen. Vom Kleinwerte-Index SDax steigen zudem die Anteilsscheine des Immobilienunternehmens Alstria Office Reit in den MDax auf. Ihren Platz räumen müssen dafür der Stahlhändler Klöckner & Co und der Autohändler ElingKlinger.

Mit ProSieben und Vonovia wird der Dax bunter. Dennoch prägen weiter Industrieunternehmen den Index. Neben BMW, Daimler und Volkswagen gehört Siemens zum Kreis derjenigen, die seit Einführung des Dax am 1. Juli 1988 ununterbrochen Bestandteil sind. Die Zusammensetzung wird regelmäßig überprüft. Kriterien sind etwa der Börsenumsatz und die Marktkapitalisierung.

kry/Reuters/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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thequickeningishappening 04.03.2016
1. Brot und Spiele
Ohne Duenger kein Brot! Ohne Brot keine Werbeeinnahmen! Als Aktionaer wuerde ich K&S kaufen, solide!
hugahuga 04.03.2016
2.
Larry Fink von Blackrock - der größte Finanzinvestor der Welt - setzt bekanntlich nicht auf schnelles Geld, sondern ist mehr an langfristig anlegenden Aktionären interessiert. Ihn wird's freuen.
Hermes75 05.03.2016
3.
Zitat von thequickeningishappeningOhne Duenger kein Brot! Ohne Brot keine Werbeeinnahmen! Als Aktionaer wuerde ich K&S kaufen, solide!
Das Problem ist dass K+S unter einem massiven Preisverfall für Kalisalze auf dem Weltmarkt leidet: http://www.indexmundi.com/de/rohstoffpreise/?ware=kaliumchlorid&monate=60
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