Erfolg für Dolce & Gabbana Puma verliert Streit über Badeschlappen

Dolce & Gabbana darf weiterhin seine 500 Euro teure und mit Nerz besetzte Badesandale verkaufen. Das Modeunternehmen Puma hatte dem Luxuslabel vor Gericht vorgeworfen, das Modell kopiert zu haben.

Badesandalen der Marken Puma (l.) und Dolce & Gabbana
DPA

Badesandalen der Marken Puma (l.) und Dolce & Gabbana


Der Modekonzern Puma hat den juristischen Streit über Badeschlappen mit dem Luxuslabel Dolce & Gabbana verloren. Die Italiener dürfen in Deutschland weiter die Badelatsche mit Fellriemen verkaufen, die einem wesentlich günstigeren Puma-Modell ähneln. Das Münchner Oberlandesgericht sieht darin keinen Verstoß gegen den lauteren Wettbewerb.

Puma hatte schon in der ersten Instanz eine Niederlage erlitten, die Richter wiesen nun in der zweiten Instanz auch die Berufung des fränkischen Unternehmens ab. "Wir meinen, dass hier kein Wettbewerbsverstoß vorliegt", sagte Richter Gunnar Cassardt.

Puma vertreibt seit einigen Jahren Badeschlappen mit Kunstfell auf dem Riemen, entworfen von Popstar Rihanna. Dolce & Gabbana wies den Vorwurf der Kopie zurück: Die italienischen Badesandalen seien mit echtem Nerz besetzt, wesentlich teurer und für eine ganz andere Zielgruppe gedacht

Negative Folgen für die Geschäfte muss Puma zumindest in Deutschland wohl nicht fürchten: Dolce & Gabbana verkaufte laut Gericht im vergangenen Jahr bundesweit insgesamt drei Paare seiner knapp 500 Euro teuren Badeschlappen - zwei davon wurden von Puma-Testkäufern erstanden.

cop/dpa



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