Seattle - Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat ein durchwachsenes Weihnachtsgeschäft hinter sich. Zwar stieg der Umsatz um 35 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar. Angesichts hoher Investitionen in neue Produkte und den Ausbau der Lieferzentren fiel der Gewinn im vierten Quartal jedoch um 58 Prozent von 416 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum auf 177 Millionen Dollar. Das teilte der Apple-Konkurrent am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Sogar ein Verlust schien zwischenzeitlich möglich.
Ganz so schlimm kam es dann doch nicht. Gründer und Konzernchef Jeff Bezos betonte am Dienstag vor allem das überdurchschnittliche Wachstum der Fremdanbieter. Amazon verkauft über seine Website nicht nur eigene Waren, sondern hat sie auch für Dritte als Verkaufsplattform geöffnet. Auf diese fremden Händler entfielen nach Stückzahlen mittlerweile 36 Prozent aller Verkäufe, sagte Bezos.
An der Börse kamen die Geschäftszahlen gar nicht gut an. Die Analysten hatten damit gerechnet, dass Amazon noch rasanter zulegt. Zudem zeigten sie sich unzufrieden mit dem Ausblick auf das laufende Quartal. Der Konzern stellt einen für seine Verhältnisse mageren Umsatzzuwachs von 22 bis 36 Prozent in Aussicht. Im nachbörslichen Handel brach die Amazon-Aktie um neun Prozent ein.
bos/dpa/Reuters
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