Quartalszahlen IBM treibt Umsatz und Gewinn nach oben

Aufwärtstrend fortgesetzt: Der Technologiekonzern IBM präsentierte für das abgelaufene Quartal erneut starke Zahlen - und kann sich über einen sprunghaften Anstieg des Gewinns freuen. Auch der Umsatz ging leicht nach oben. Nun visiert das Unternehmen den deutschen Mittelstand an.

IBM-Firmenzentrale (in Armonk, USA): Umsatz im vierten Quartal gesteigert
AFP

IBM-Firmenzentrale (in Armonk, USA): Umsatz im vierten Quartal gesteigert


Armonk - Der IT-Konzern IBM Chart zeigen hat das Krisenjahr 2009 dank seines gut laufenden Software-Geschäfts mit einem Gewinnsprung abgeschlossen. Im vierten Quartal verdiente IBM unter dem Strich 4,8 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstagabend am Sitz in Armonk (New York) mitteilte. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. "IBM profitiert weiterhin von seiner strategischen Neuausrichtung", sagte Unternehmenschef Samuel Palmisano.

Der Umsatz ging erstmals seit fünf Quartalen wieder leicht um 0,8 Prozent nach oben und lag bei 27,2 Milliarden Dollar. IBM hat die Wirtschaftskrise damit von Anfang an wesentlich besser weggesteckt als die meisten anderen Unternehmen. Der einst für seine Heimcomputer berühmte Konzern setzt seit langem auf die profitablere Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Mit seinen Firmenrechnern hat IBM aber auch weiterhin ein starkes Standbein in der Hardware.

Im Gesamtjahr konnte IBM seine eigene Gewinnprognose von 9,70 Dollar je Aktie übertreffen und verdiente je Anteilsschein 10,01 Dollar. In diesem Jahr soll der gute Lauf anhalten und mindestens 11 Dollar je Aktie herauskommen. IBM hatte allerdings bereits im Vorfeld hohe Erwartungen geweckt, weshalb die Aktie nachbörslich nach unten ging.

IBM-Finanzchef Mark Loughridge kündigte in einer Telefonkonzernz an, dass der Wandel von IBM anhalten werde. "Wir gehen in die Bereiche, die uns den meisten Wert versprechen." Erst Ende vergangenen Jahres hatte IBM die Statistik-Software-Firma SPSS übernommen. Der Konzern hat nun unter anderem den deutschen Mittelstand im Visier, der für IT noch vergleichsweise wenig ausgibt.

Gleichzeitig will IBM die eigenen Kosten weiter drücken. Tausende Stellen sind bereits weggefallen. "Das erlaubt uns, auch mit sehr herausfordernden Marktbedingungen umzugehen", sagte Finanzchef Loughridge

jok/dpa

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