Quartalszahlen: Metro profitiert vom frühen Ostergeschäft

Die wirtschaftliche Situation beim Handelsriesen Metro entspannt sich. Der frühe Ostertermin und die Abschwächung der Wirtschaftskrise sorgten für gute Quartalszahlen. Erstmals seit 2008 konnte der Konzern das Ergebnis im operativen Geschäft steigern - und den Nettoverlust deutlich reduzieren.

Metro-Einkaufswagen: Ergebnis erstmals seit 2008 gestiegen Zur Großansicht
Reuters

Metro-Einkaufswagen: Ergebnis erstmals seit 2008 gestiegen

Düsseldorf - Deutschlands größter Handelskonzern Metro Chart zeigen blickt wieder optimistischer in die Zukunft, für das erste Quartal 2010 konnte das Unternehmen gute Zahlen vorlegen. "Das Schlimmste der Wirtschaftskrise scheint in einigen Ländern überwunden", sagte Konzernchef Eckhard Cordes in Düsseldorf.

In den ersten drei Monaten steigerte die Metro Group ihren Umsatz weltweit gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen auch von positiven Währungseffekten und dem im Vergleich zum Vorjahr früheren Ostertermin. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 56 Prozent auf 136 Millionen Euro. Dies war der erste Ergebnisanstieg seit 2008.

Elektronikmärkte mit größtem Wachstum

Auch unter dem Strich konnte sich der Konzern verbessern. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter schmolz von 98 Millionen Euro im Vorjahr auf jetzt 16 Millionen Euro zusammen. Der Konzern übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Metro weiterhin mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg.

Wichtigster Wachstumsträger waren im ersten Quartal erneut die Elektronikmarktketten Media Markt und Saturn mit einem Umsatzplus von gut sechs Prozent. Doch auch die Warenhausketten Real und Kaufhof konnten Umsatz und Ergebnis spürbar verbessern.

Metro hatte im vergangenen Jahr ein Umbauprogramm begonnen, mit dem bis 2012 durch Einsparungen und Produktivitätsverbesserungen 1,5 Milliarden Euro beim Ergebnis gehoben werden sollen. Im Rahmen dieses Programms sollen weltweit auch bis zu 17.000 der rund 300.000 Stellen wegfallen.

Kaufpreis für Kaufhof zwischen zwei und drei Milliarden Euro

Von seiner Warenhaustochter Kaufhof will sich der Konzern nur zu einem angemessenen Preis trennen. Dieser liege aus seiner Sicht derzeit bei zwei bis drei Milliarden Euro, sagte Vorstandschef Cordes. Das wichtigste Asset seien dabei die Immobilien, von denen etwa die Hälfte noch im Besitz des Unternehmens sind.

Metro hatte Kaufhof mit seinen 140 Häusern in Deutschland und Belgien 2008 auf die Verkaufsliste gesetzt und spricht eigenen Angaben zufolge seitdem auch immer wieder mit potentiellen Investoren. Wann es zu einem Verkauf komme, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte Cordes. Dies hänge in erster Linie davon ab, ob ein Investor die Finanzierung stemmen könne.

jok/Reuters/dpa-AFX/AP

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