New York - Der Internet-Konzern Ebay
hat dank guter Geschäfte mit seinem Online-Bezahldienst PayPal im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn stieg von Anfang März bis Ende Juni auf 412 Millionen Dollar nach 327 Millionen Dollar im Vorjahr, wie Ebay am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.
Ohne Sondereffekte ergab sich ein Gewinn je Aktie von 40 Cent, was über den Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 38 Cent je Aktie lag. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar, was ebenfalls die Markterwartungen übertraf.
Als weiteren Grund für die gute Entwicklung nannte Ebay glänzende Geschäfte mit Internet-Auktionen in Europa. Das Unternehmen macht etwa die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Auch aus diesem Grund zeigte sich eBay beim Ausblick etwas vorsichtiger: Der starke Dollar könnte in der zweiten Jahreshälfte die Gewinne aus Übersee schmälern. Das Unternehmen passte seine Prognose für Umsatz und Gewinn wegen negativer Währungseffekte daher leicht nach unten an; Ebay rechnet für das gesamte Jahr nur noch mit einem Umsatz zwischen 8,8 Milliarden Dollar und 9,0 Milliarden Dollar. Zuletzt war hier noch von einem Umsatz von bis zu 9,1 Milliarden Dollar ausgegangen worden.
Trotz des etwas schlechteren Ausblicks reagierte der Markt positiv auf die Nachrichten: Im nachbörslichen Handel legten Ebay-Aktien mehr als drei Prozent zu. Für die Börsianer war vor allem wichtig, dass Ebay wieder attraktiv für die Nutzer ist. Deren Zahl stieg von 88,4 auf 91,8 Millionen. Rivale Amazon.com hatte Ebay lange Zeit die Kunden abspenstig gemacht. Der weltgrößte Einzelhändler legt seine Quartalszahlen an diesem Donnerstag vor.
can/Reuters
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