Quartalszahlen: Telekom macht Milliardengewinn

Die Deutsche Telekom hat dank guter Geschäfte mit Handykunden in Deutschland wieder mehr verdient: Im dritten Quartal stieg der Überschuss des Unternehmens auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Konzernumsatz ging dagegen zurück.

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ddp

Telekom-Zentrale in Bonn: Plus von acht Prozent beim Gewinn

Bonn - Die Deutsche Telekom sieht sich nach dem dritten Quartal bei ihren Jahreszielen auf Kurs. Die finanzielle und auch die operative Entwicklung des DAX-Konzerns entspreche "voll" den eigenen Erwartungen, erklärte der Vorstandsvorsitzende René Obermann am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen. Vor allem die hohe Nachfrage nach Smartphones wie dem iPhone von Apple und dazugehörigen Datentarifen habe das Geschäft gestützt, so das Unternehmen.

In den drei Monaten per Ende September hat die Telekom wie erwartet Rückgänge im operativen Geschäft verzeichnet, auch wegen der Entkonsolidierung der britischen Tochter T-Mobile UK.

Insgesamt verbuchte die Telekom im dritten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 4,1 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 9,2 Prozent auf fünf Milliarden Euro nachgab. Unter dem Strich stand ein Gewinn von gut einer Milliarde Euro, nach 959 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum - ein Plus von rund acht Prozent.

Der Vergleich wird dadurch verzerrt, dass T-Mobile UK 2009 noch komplett im Zahlenwerk enthalten war. Die Tochter wurde aber per Anfang April dieses Jahres in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Orange UK eingebracht. Das Ergebnis des Joint Ventures wird seither lediglich im Finanzergebnis erfasst. Wäre die Sparte bereits im Vorjahr nicht im operativen Geschäft enthalten gewesen, wären die Erlöse im dritten Quartal 2010 um ein Prozent gestiegen und das operative Ergebnis um 6,1 Prozent gesunken.

wit/dapd/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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1. kein wunder
Schmerzbefreit 04.11.2010
Schaut eure Handy Verträge an ! das billigste hier in Deutschland sind 9 cent die minute usw.... In Österreich kosten 1000 Feiminuten und 1000 Fei SMS gerade mal ca. 9,- im Monat !! und so sieht es fast in allen Ländern aus um uns herum. Klar kan man mit Abzocke sich dumm und dämlich verdienen.
2. staatl. Regulierung
wusalio 04.11.2010
Zitat von SchmerzbefreitSchaut eure Handy Verträge an ! das billigste hier in Deutschland sind 9 cent die minute usw.... In Österreich kosten 1000 Feiminuten und 1000 Fei SMS gerade mal ca. 9,- im Monat !! und so sieht es fast in allen Ländern aus um uns herum. Klar kan man mit Abzocke sich dumm und dämlich verdienen.
Die Telekom bekommt ihre vom Staat Preise diktiert. Sie darf nicht billiger als die Konkurrenz sein.
3. stimme dir nicht zu
Schmerzbefreit 05.11.2010
Zitat von wusalioDie Telekom bekommt ihre vom Staat Preise diktiert. Sie darf nicht billiger als die Konkurrenz sein.
du siehst das falsch... du meinst wohl eher das die regulierungsbehörde ihren job nicht macht und das monopol der telecom noch nicht hart genug angegangen ist, weil ja der staat quasi hauptaktionär ist. aber das ist wohl eher im festnetz das problem wo die anbieter von der telecom abhängig sind (leitungs mäßig). Im Handy bereich ist es ganz einfach, abgekartetes spiel, und jeder neue anbieter wird ja nicht freiwillig mitm preis in keller gehen wenn er sich einfach so dumm und dämlich verdienen kann. bedeutet wenn alle teurer sind als er, warum sollte er es dann noch günstiger machen ? Und das ist die sauerei hier in deutschland.
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Kommunikationsriese Telekom
Der Konzern
Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen. Weltweit betreut sie fast 200 Millionen Kunden in rund 50 Ländern und beschäftigt etwa 260.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn entstand 1995 aus den Bereichen für Telekommunikation und Fernmeldedienst der öffentlich-rechtlichen Deutschen Bundespost, als diese privatisiert wurde. 1996 ging die Telekom an die Börse. Im Sommer 2010 hielt die Bundesrepublik rund 15 Prozent der Aktien direkt und weitere knapp 17 Prozent indirekt über die KfW Bankengruppe. 2009 hatte die Telekom einen Umsatz von knapp 65 Milliarden Euro.
Die Geschäftsfelder
Stammgeschäft der Deutschen Telekom ist der klassische Anschlussmarkt im Festnetz und Mobilfunk. Daneben will der Konzern sich neue Wachstumsbereiche in Zukunftsmärkten erschließen und zu einem "Multiprodukt"-Unternehmen wandeln. Ein Schwerpunkt dabei liegt auf der Vernetzung von Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV. Das Unternehmen will in Zukunft auch Internetlösungen fürs Auto, Pay-TV, Internetshopping und schlaue Stromzähler anbieten.
Der Chef
René Obermann löste im November 2006 Kai-Uwe Ricke als Vorstandsvorsitzenden der Telekom ab. Der Düsseldorfer hatte als Student ein eigenes Telekommunikationsunternehmen gegründet und wechselte nach dessen Verkauf 1998 zur Telekom-Mobilfunksparte T-Mobile, wo er bald Geschäftsführer wurde.

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