New York - Sinkende Aluminium-Preise und steigende Kosten machen dem amerikanischen Aluminium-Riesen Alcoa zu schaffen. Das Unternehmen verbuchte im Schlussquartal 2011 einen deutlichen Verlust von 191 Millionen Dollar, wie das vom Deutschen Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.
Aluminium wird in vielen Wirtschaftszweigen verwendet, deshalb gilt der Gigant Alcoa
als wichtiges Konjunktur-Barometer. Die Branche hat das Problem, dass die Aluminium-Preise gefallen sind, während die Rohstoff- und Energiekosten steigen.
Alcoa versucht, mit Sparmaßnahmen gegenzusteuern, was zunächst für noch höhere Verluste sorgte. Ohne diese Sonderposten hätte es im fortgeführten Geschäft einen Verlust von 34 Millionen Dollar gegeben. Im Vorjahresquartal hatte Alcoa noch 258 Millionen Dollar verdient. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 5,99 Milliarden Dollar zu.
Alcoa hatte die Sparmaßnahmen bereits vergangene Woche angekündigt. Insgesamt sollen die Kapazitäten in der Aluschmelze um zwölf Prozent gekappt werden. Ein Werk im Staat Tennessee soll sogar dauerhaft geschlossen werden, Teile einer Anlage in Texas werden stillgelegt. Auch in Europa wird die Produktion gedrosselt.
Zuletzt hatte vor allem die Baubranche weniger bestellt, zudem drückten ein schwächeres Wachstum in China und die Schuldenkrise in Europa auf die Aluminiumpreise - seit April vergangenen Jahres sind diese um etwa ein Viertel gesunken.
lgr/dpa/Reuters
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