Aluminiumriese: Alcoa-Zahlen deuten Rekordgewinne der US-Konzerne an

Der Aluminiumriese Alcoa eröffnet die Berichtssaison in den USA. Er gilt als Gradmesser für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Der Konzern fuhr ein Plus von 242 Millionen Dollar ein. Weitere Rekordgewinne der US-Konzerne könnten folgen.

Alcoa-Mitarbeiter vor einem Aluminium-Silo in Island: Der Konzern verdient wieder Geld Zur Großansicht
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Alcoa-Mitarbeiter vor einem Aluminium-Silo in Island: Der Konzern verdient wieder Geld

New York - Weil der Konzern viele Schlüsselindustrien wie die Auto-, Luftfahrt- und Verbraucherelektronikbranche beliefert, gelten die Quartalszahlen von Alcoa Chart zeigen als Indikator für die Bilanzen der anderen großen Industriekonzerne der USA. Deswegen steht der Konzern bei der Vorstellung seiner Bilanz unter genauer Beobachtung. Nun teilte das US-Unternehmen mit, dass der Nettogewinn im vierten Quartal bei 242 Millionen Dollar oder 21 Cent je Aktie lag.

Der Umsatz von 5,89 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) lag über den Erwartungen. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte Alcoa noch einen Verlust von 191 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Aktie verbucht, bei einem Umsatz von 5,99 Milliarden Dollar.

An der Börse kamen die Geschäftszahlen des vom früheren Siemens-Manager Klaus Kleinfeld geleiteten Aluminium-Riesen gut an. "Ich kann mir nicht vorstellen, was hätte besser laufen können", sagte Analyst Charles Bradford. Alcoas Ergebnis sei genau, wie er es erwartet habe. Tim Ghriskey von Solaris zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Ich denke, das war ein gutes solides Quartal." Die geringen Erdgas- und Erdölpreise werden als einer der Gründe für die Gewinne angeführt.

Nach Berechnungen des Finanzdatenspezialisten Bloomberg im Auftrag des "Handelsblatts" könnten die 50 größten US-Industriekonzerne in 2012 einen Reingewinn von 232 Milliarden Dollar erzielt haben. Damit würde das Rekordjahr 2011 um sechs Prozent übertroffen und es wäre dreimal so viel wie die 50 größten Industriekonzerne Deutschlands verdienen.

Das in Pittsburgh ansässige Unternehmen Alcoa prognostiziert für 2013 ein weltweites Wachstum in den Branchen, die es beliefert. Bei der globalen Nachfrage nach Aluminium rechnet Alcoa mit einem Plus von sieben Prozent, nach einem Anstieg von sechs Prozent 2012. Wegen des niedrigeren Aluminiumpreises sank der Umsatz im vierten Quartal um 1,5 Prozent auf 5,89 Milliarden Dollar. Derzeit liegt der Preis für eine Tonne bei etwa 2067 Dollar, er hat sich damit aber bereits von seinem Sommertief von weniger als 2000 Dollar wieder erholt.

Kleinfeld gab sich zufrieden: "Wir haben schwankende Metallpreise und weltweite Instabilität bewältigt, um unsere Ziele im vierten Jahr in Folge zu erreichen." Alcoa starte aus einer "starken Position" ins neue Jahr.

mia/Reuters

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1. Hahahaha
BoMoUAE 09.01.2013
Der einzige Grund fuer die ALCOA Erfolge sind die niedrigen Eneriepreise in den USA... und die sind kein Managementerfolg, sondern zollen umweltunfreundlichen und gefaehrlichen Technologien.
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