Baden-Württemberg Ex-Deutsche-Bank-Vorstand Neske wird Landesbank-Chef

2015 schmiss Rainer Neske im Zorn seinen Job als Privatkundenvorstand der Deutschen Bank. Nun kehrt der 51-Jährige zurück in die Branche: Er soll ab Sommer die Landesbank Baden-Württemberg führen.

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Banker Neske: Künftiger Chef der LBBW
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Banker Neske: Künftiger Chef der LBBW


Die größte Landesbank in Deutschland steht vor einem Führungswechsel: Der bisherige Chef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Hans-Jörg Vetter, gibt sein Amt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen im Sommer auf - ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages. Sein Nachfolger soll Rainer Neske werden, der im vergangenen Jahr im Streit aus dem Vorstand der Deutschen Bank ausgeschieden war.

Vetter hatte die von der Finanzkrise schwer gebeutelte LBBW 2009 übernommen und sieht nun die Sanierung offenbar als abgeschlossen an. Nun soll Neske eine neue Phase für die Landesbank einleiten. An diesem Dienstag tagt der Aufsichtsrat der Bank, um die Personalie zu beschließen.

Neske arbeitete 25 Jahre bei der Deutschen Bank und wurde dort 2009 in den Vorstand berufen. Damals noch unter der Führung von Josef Ackermann verantwortete Neske das Geschäft mit Privat- und kleineren Firmenkunden.

Mit Ackermanns Nachfolger, dem Investmentbanker Anshu Jain, überwarf sich Neske über die Strategie. Als Vorstand und Aufsichtsrat den Verkauf der Postbank und eine Schrumpfung des Privatkundengeschäfts beschlossen, verließ Neske die Bank. Er soll als einziges Vorstandsmitglied gegen die neue Strategie gestimmt haben.

Während die Deutsche Bank derzeit von den Folgen der Finanzkrise eingeholt wird, übernimmt Neske mit der LBBW eine Bank, die das Gröbste überstanden hat. Die LBBW hatte sich wie andere Institute am amerikanischen Immobilienmarkt verspekuliert und sich mit der Übernahme der SachsenLB noch zusätzliche Milliardenrisiken ins Haus geholt. Mit milliardenschweren Staatshilfen musste sie vor dem Kollaps gerettet werden. Eine der Auflagen: Die LBBW musste drastisch schrumpfen.

Vetter hat den Schrumpfkurs durchgezogen und den Einfluss der Politik zurückgedrängt. Seit 2011 erzielt die LBBW wieder Gewinn, 2014 waren es 477 Millionen Euro, das Ergebnis für 2015 liegt noch nicht vor. Derzeit beschäftigt die LBBW rund 11.000 Mitarbeiter.

Neskes Wechsel zur LBBW kommt überraschend, er war auch als möglicher Nachfolger des scheidenden Commerzbank-Chefs Martin Blessing gehandelt worden. Es heißt jedoch, Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller habe sich gegen Neske ausgesprochen. Müller selbst tritt bei der Commerzbank spätestens 2018 als Aufsichtsratschef ab, auch für ihn ist noch kein Nachfolger gefunden.



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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
mictann 16.02.2016
1. Hat diese Branche auch Fachleute?
Der wird der Wein immer von einem alten Schlauch in den nächsten gegossen?
ferdi111 16.02.2016
2. Na also..
die finden doch immer wieder einen Weg zum Trog! In Deutschland tummeln sich Menschen, die hundert Mal besser den Job machen könnten...aber man bleibt immer bei denen hängen, die ihr Netz weit genug gesponnen haben! So läufts!
pelayo1 16.02.2016
3.
Ein weiteres beispiel für die Verquickung von Großkapital und Politik. Wessen Interessen die Politiker wohl voorrangig bedienen?
wolfi55 16.02.2016
4. Kann er ja weiterzocken
Da ist der richtig. Dann kann er weiter Geld vernichten und über unsaubere Geschäfte verspielen. Mal sehen wann die Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten und Rückabwicklungen bei der LBBW steigen werden.
wo_st 16.02.2016
5. ok
Jetzt geht mein letztes Konto von dieser Bank weg.
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