Personalvermittler Randstad übernimmt US-Rivalen Monster

Übernahme in der Personalbranche: Die niederländische Firma Randstadt schluckt das US-Stellenportal Monster. Es soll aber weiter unter dem eigenen Namen aktiv sein.

Randstad-Niederlassung (Archivfoto)
Randstad

Randstad-Niederlassung (Archivfoto)


Der niederländische Personalvermittlungskonzern Randstad kauft das US-Stellenportal Monster. Randstad werde für die Übernahme rund 429 Millionen Dollar oder 3,40 Dollar pro Aktie in bar bezahlen, teilten die beiden Unternehmen mit. Der Kaufpreis soll über Kredite finanziert werden.

Monster werde unter der eigenen Marke weiterhin unabhängig am Markt aktiv sein, hieß es in der Mitteilung weiter. Mit der Übernahme und anderen kleineren Zukäufen werde sich der Jahresumsatz von Randstad um rund zwei Milliarden Euro erhöhen.

Randstad vermittelt Leiharbeiter. Außerdem rekrutiert das Unternehmen im Kundenauftrag Führungskräfte. Die Randstad Holding erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 19,2 Milliarden Euro und einen Gewinn von 519 Millionen Euro.

Das Unternehmen Monster aus Weston im US-Bundesstaat Massachusetts betreibt in mehreren Ländern Onlinestellenportale, darunter sind auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

asa/dpa



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insgesamt 3 Beiträge
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realpolitik 09.08.2016
1. moderne Zuhälterei
Bitte liebe Politik. Macht den einen Strich durch die Rechnung
robin-masters 09.08.2016
2. Legitim
Zeitarbeit ist doch Legitim solange sie nicht wie in Deutschland bisher für Lohndumping verwendet wird. (Woraus sich denn auch Beschäftigungszeiten von 1 Jahr +x ergeben) Auch für den Berufseinstieg ist Zeitarbeit super. Sie gedeiht bei überbordender Bürokratie/Tarifverträgen (extremer Kündigungsschutz) und Lohnnebenkosten, daher muss man sich in Deutschland nicht wundern.
robb30 09.08.2016
3. Absolut legitim
Nur weil ein paar dahergelaufene Hansel nicht verstehen, dass Zeitarbeit ein legitimes Instrument ist, braucht sie nicht abgeschafft zu werden. Zeitarbeit ist wichtig und notwendig. Sie betrifft ohnehin nur knapp 2,5% aller Beschäftigungsverhältnisse. Daher geht es bei dieser Angelegenheit nur um ein Randphänomen, das viel zu stark im Fokus steht. Die Aufmerksamkeit von Behörden sollte sich viel stärker auf die wirklich prekären und unmenschlichen Arbeitsbedingungen z. B. in der Gastronomie richten. Oder die Ausnutzerei der diversen Unternehmensberatungen, wo 12-Stunden-Tage völlig normal sind. DAS sollte mal alles angeprangert werden. Nicht immer nur auf die letztlich zu vernachlässigende Größe der Zeitarbeitsbranche schauen. Heißt nicht, dass es dort unreguliert bleiben sollte! Dort sind ebenso Gesetze einzuhalten wie überall anders auch.
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