US-Rating-Agentur Fitch entzieht Euro-Rettungsschirm die Top-Bonität

Fitch hat dem Euro-Rettungschirm EFSF die höchste Kreditwürdigkeit aberkannt - als letzte der drei großen Rating-Agenturen. Die Top-Bonität für den neuen Rettungsfonds ESM ließ Fitch jedoch unangetastet.

Fitch-Zentrale in New York: EFSF verliert letztes Top-Rating
DPA

Fitch-Zentrale in New York: EFSF verliert letztes Top-Rating


London - Zwei der drei großen Rating-Agenturen stufen den europäischen Rettungsfonds EFSF schon seit langem nicht mehr als höchst kreditwürdig ein - nun hat auch Fitch nachgezogen. Die Bonitätsnote sinke von bisher "AAA" auf "AA+", teilte die Agentur mit. Der neue Rettungsschirm ESM behielt jedoch sein Triple-A-Rating.

Aus dem EFSF werden unter anderem Hilfsgelder für Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Zypern finanziert. Seit dem 1. Juli 2013 ist der EFSF jedoch nicht mehr für für Finanzierung von neuen Programmen zuständig.

Bereits am Freitag hatte Fitch auch Frankreich die Bestnote aberkannt, wie zuvor bereits Standard & Poor's und Moody's . Die Herabstufung des EFSF war daher erwartet worden. Hinter dem Krisenfonds stünden die unwiderrufbaren und bedingungslosen Garantien der Euro-Staaten, von denen Frankreich ein besonders hohes Gewicht habe, schreibt Fitch. Frankreich ist außer Deutschland der wichtigste Gläubiger des EFSF.

Der Ausblick für das Rating ist stabil, es droht also zunächst keine weitere Herabstufung. Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Euro-Zone bleibe gering, teilte Fitch mit.

Der EFSF hat eine Kreditkapazität von maximal 440 Milliarden. Der neue Rettungsfonds ESM soll Kredite von bis zu 500 Milliarden Euro vergeben können. Dazu wurde er im Gegensatz zum EFSF nicht nur mit Garantien, sondern auch mit Bareinlagen im Gesamtwert von 700 Milliarden Euro ausgestattet.

fdi/dpa-AFX



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insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
großwolke 15.07.2013
1.
Wie so viele andere könnte ich jetzt einfach sagen: ich habs ja gleich gesagt... aber der Triumph wäre schal, dazu war diese Entwicklung einfach zu vorhersehbar. Mit den ganzen Rettungsaktionen kauft man sich mit Glück zehn gute Jahre, vielleicht aber auch weniger als fünf. Danach sackt das ganze Lügengebäude in sich zusammen. Worauf ich als kleiner Depp keine Antwort weiß: wäre es schlimmer gekommen, wenn man gleich zu Anfang die Griechen hätte den Weg gehen lassen, den jeder Insolvente gehen muss? Vermutlich nicht, aber wer weiß das schon so genau.
ambulans 15.07.2013
2. wir sollten
sie einfach mal fragen, ab wann und wenn, wieviel in welchen raten sie denn ab demnächst an uns zurück zu zahlen gedenken ... (dann fällt ihnen ihre arroganz aber so richtig schnell aus dem gesicht ...)
UnitedEurope 15.07.2013
3.
Und die Welt wird sich trotzdem weiter drehen ....
spon-facebook-10000489222 15.07.2013
4. Griechen arrogant?
Finde ich ueberhaupt nicht. Aber wie siehts mit der Politikerkaste in ihrer Besatzungszone, aeh, ihrer Republik aus Herr Untertan, aeh Herr ausgespionierter Terrorismusverdaechtiger, aeh Herr Billiglohnlandbewohner? Sie leben wie Fuersten, und sie lachen euch aus.
joe sixpack 15.07.2013
5. US - Ratingagentur???
Zitat von sysopDPAFitch hat dem Euro-Rettungschirm EFSF die höchste Kreditwürdigkeit aberkannt - als letzte der drei großen Rating-Agenturen. Die Top-Bonität für den neuen Rettungsfonds ESM ließ Fitch jedoch unangetastet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rating-agentur-fitch-entzieht-euro-rettungsschirm-efsf-top-bonitaet-a-911273.html
Wer recherchiert bei SPON? Fitch ist aus Frankreich...
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