Razzia: Ermittler durchsuchen Deutsche Bank in Moskau

Russische Ermittler haben die Moskauer Niederlassung der Deutschen Bank durchsucht. Offenbar geht es um einen millionenschweren Betrugsfall beim Wiederaufbau des berühmten Hotels Moskwa. Welche Rolle das Geldhaus in der Sache spielt, ist jedoch unklar.

Moskau - Razzia bei der Deutschen Bank in Russland: Ermittler haben am Mittwoch die Niederlassung des Geldhauses in Moskau durchsucht. Hintergrund seien Untersuchungen wegen Betrugs im Volumen von umgerechnet 63 Millionen Euro. Der Fall stehe im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau eines Hotels, erklärten die Behörden.

Die Deutsche Bank teilte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE mit, die Nachforschungen beträfen nur einen Kunden der Deutschen Bank, nicht das Institut selbst. Man arbeite mit den Ermittlern zusammen.

Laut Ermittlungskommission handelt es sich bei dem Hotel um das berühmte Hotel Moskwa. Die Untersuchungen richteten sich gegen den Geschäftsmann Vitali Gogochija. Er werde beschuldigt, 87,5 Millionen Dollar (63,6 Millionen Euro) aus den Mitteln für den Umbau des Hotels veruntreut zu haben. Er soll im Auftrag des Parlamentsabgeordneten Aschot Egiasarjan gehandelt haben.

Welche Rolle die Deutsche Bank dabei gespielt haben soll, erläuterten die Ermittler nicht. Möglich wäre, dass Gogochija bei der Deutschen Bank lediglich ein Konto unterhält.

wal/Reuters/AFP

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insgesamt 3 Beiträge
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1. geschäftsbereich
zynik 02.02.2011
Veruntreuung und Steuerhinterziehung scheint das neue Geschäftsfeld der Saubermänner von der Deutschen Bank zu sein: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-12/deutsche-bank-strafe
2. Neu?
moonman 02.02.2011
Zitat von zynikVeruntreuung und Steuerhinterziehung scheint das neue Geschäftsfeld der Saubermänner von der Deutschen Bank zu sein: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-12/deutsche-bank-strafe
Mit Verlaub was soll daran neu sein?
3. nein
fritzehü 02.02.2011
Zitat von sysophttp://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,743094,00.html
Warum auf den Moskauer Märkten Apfelsinen verkaufen, wenn man im russischen Parlament sitzt und 63 Mille in die Tasche stecken kann. Das ist der Kaukasus, der bringt edle Menschen und nicht nur Bomber hervor, und die Deutsche Bank soll dabei sein? Glaub ich nicht, oder etwa schon unterwandert?
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Die Deutsche Bank ist das größte Geldinstitut Deutschlands und beschreibt sich selbst als "eine führende globale Investmentbank" mit starkem Privatkundengeschäft. Mehr als 80.000 Mitarbeiter gehören weltweit zu dem Konzern, der in 72 Ländern tätig ist. Die Bank, an deren Spitze Josef Ackermann steht, verdiente im Jahr 2010 nach Steuern 2,3 Milliarden Euro. Der bisherige Rekord lag im Geschäftsjahr 2007, als am Ende 6,5 Milliarden Euro unterm Strich standen.