Moskau - Razzia bei der Deutschen Bank in Russland: Ermittler haben am Mittwoch die Niederlassung des Geldhauses in Moskau durchsucht. Hintergrund seien Untersuchungen wegen Betrugs im Volumen von umgerechnet 63 Millionen Euro. Der Fall stehe im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau eines Hotels, erklärten die Behörden.
Die Deutsche Bank teilte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE mit, die Nachforschungen beträfen nur einen Kunden der Deutschen Bank, nicht das Institut selbst. Man arbeite mit den Ermittlern zusammen.
Laut Ermittlungskommission handelt es sich bei dem Hotel um das berühmte Hotel Moskwa. Die Untersuchungen richteten sich gegen den Geschäftsmann Vitali Gogochija. Er werde beschuldigt, 87,5 Millionen Dollar (63,6 Millionen Euro) aus den Mitteln für den Umbau des Hotels veruntreut zu haben. Er soll im Auftrag des Parlamentsabgeordneten Aschot Egiasarjan gehandelt haben.
Welche Rolle die Deutsche Bank dabei gespielt haben soll, erläuterten die Ermittler nicht. Möglich wäre, dass Gogochija bei der Deutschen Bank lediglich ein Konto unterhält.
wal/Reuters/AFP
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