Hamburg - Die Aktion startete am Dienstag gegen neun Uhr: 38 Beamte der Hamburger Polizei und Staatsanwaltschaft filzten die Geschäftsräume der Philips Deutschland GmbH, bestätigte die Staatsanwaltschaft SPIEGEL ONLINE auf Anfrage.
Die Razzia soll bis 14 Uhr angedauert haben. Die Philips-Mitarbeiter hätten sich sehr kooperativ verhalten. Die Beamten stellten schriftliche Unterlagen und Datensätze sicher, die noch ausgewertet werden müssten. Das Unternehmen bestätigte die Razzia, wollte sich aber ansonsten nicht äußern.
Das Verfahren richte sich gegen einen 56-jährigen Mitarbeiter des niederländischen Elektrokonzerns, hieß es weiter. Er stehe im Verdacht, zwei Amtsträgern Einladungen zu einem Kongress zukommen gelassen zu haben. Dabei habe es sich um die Veranstaltung "Lebendige Stadt Dortmund" im September 2011 gehandelt. Weitere Details gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.
Zuletzt hatte der niederländische Mutterkonzern einen Gewinneinbruch vermeldet. Den Konzern belasteten vor allem ein schwaches Europa-Geschäft und ein weitreichender Konzernumbau. Zudem gab es kleinere Probleme in der Gesundheitstechnik und im Lichtgeschäft. Am Hamburger Philips-Standort sitzen rund 3000 Beschäftigte, die vor allem Vertrieb und Marketing für die Sparten Unterhaltung, Beleuchtung und Medizintechnik erledigen.
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