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Razzia Staatsanwalt durchsuchte Wohnung von Telekom-Boss Obermann

Telekom-Vorstandsvorsitzender Obermann: Offenbar Wohnung durchsuchtZur Großansicht
ddp

Telekom-Vorstandsvorsitzender Obermann: Offenbar Wohnung durchsucht

Bei einer Razzia haben Ermittler auch die Wohnung von Telekom-Chef René Obermann durchsucht. Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" wurden dabei Unterlagen beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Untersuchungen rund um eine ausländische Konzerntochter.

Bonn - Die Staatsanwaltschaft Bonn hat einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge die Wohnung von Telekom-Chef René Obermann durchsucht. Bei einer Razzia am 31. August sei umfangreiches Material beschlagnahmt worden, berichtet das Wirtschaftsmagazin in seiner Online-Ausgabe. Die Durchsuchung wurde später aus Behördenkreisen auch gegenüber dpa und SPIEGEL ONLINE bestätigt.

"Es wurden mehrere Firmen, aber auch Privatwohnungen von Beschuldigten und Zeugen durchsucht", hatte der Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel zunächst SPIEGEL ONLINE gesagt. Namen einzelner Personen nannte er dabei nicht.

Apostel bestätigte, dass es bei den Ermittlungen um eine ausländische Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom geht. Die Razzia habe aber nicht nur bei der Telekom stattgefunden, sondern auch bei "weiteren Firmen in der Bundesrepublik". Insgesamt seien "mehr als zehn" Räumlichkeiten in ganz Deutschland aufgesucht worden.

Dabei seien wegen des ausländischen Bezugs des Falls auch Beamte des Bundeskriminalamts im Einsatz gewesen. "Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Bonn unter Einbindung des BKA geführt", sagte Apostel.

Die Telekom bezeichnete die Vorwürfe gegen Obermann auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE als haltlos. Man arbeite seit fünf Jahren mit den Ermittlern zusammen. Das aktuelle Vorgehen der Behörden sei dem Unternehmen unklar, so Pressesprecher Mark Nierwetberg.

Die Staatsanwaltschaft Bonn habe im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens aus den USA bei der Telekom ermittelt. Es gehe dabei um Vorwürfe gegen die Telekom-Tochter Magyar Telekom aus dem Jahr 2005, so der Spreche.

Offenbar Ermittlungen wegen Zahlungen in Balkan-Ländern

Laut "Wirtschaftswoche" ermitteln die Strafverfolger im Auftrag der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums gegen acht Telekom-Manager wegen des Verdachts der Bestechung oder der Beihilfe zur Bestechung bei Magyar Telekom. Die Vorfälle lägen rund fünf Jahre zurück. Obermann war damals Chef von T-Mobile International und somit auch für die osteuropäischen Mobilfunkgesellschaften verantwortlich.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" geht es um Beträge im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Dem Blatt zufolge sollen bei Geschäften der Magyar Telekom in Mazedonien und Montenegro Bestechungsgelder an einflussreiche Politiker und Beamte geflossen sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn sagte, es deute alles darauf hin, dass die Zahlungen an Regierungsbeamte gegangen seien. Die Ermittlungen stünden aber noch ganz am Anfang.

jok/wal/Reuters

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insgesamt 11 Beiträge
sosonaja 13.09.2010
Da wird sowieso nichts passieren, da unsere Staatsanwälte weisungsgebunden sind. Was soll also dieser Unsinn?
Da wird sowieso nichts passieren, da unsere Staatsanwälte weisungsgebunden sind. Was soll also dieser Unsinn?
sic tacuisses 13.09.2010
Abschluß steht, wird das keinerlei Folgen haben. Ist doch im ureigensten Interesse der Bakschisch- Cleptomania.
Zitat von sysopBei einer Razzia haben Ermittler offenbar auch die*Wohnung von Telekom-Chef*René Obermann durchsucht. Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" wurden dabei Unterlagen beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Untersuchungen rund um eine ausländische Konzerntochter. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,717151,00.html
Abschluß steht, wird das keinerlei Folgen haben. Ist doch im ureigensten Interesse der Bakschisch- Cleptomania.
plueckthun 13.09.2010
steht da am Gardasee noch ein Schloss ZUM...... Verkauf.
steht da am Gardasee noch ein Schloss ZUM...... Verkauf.
juerv1 13.09.2010
Die Diskussion zum Thema findet bei Maybrit Illner statt. In einem Einspieler interviewt sich die Moderatorin in ihrem eigenen Wohnzimmer selbst. "Wie haben Sie eigentlich die Razzia erlebt, Frau Illner?" "Es war [...]
Die Diskussion zum Thema findet bei Maybrit Illner statt. In einem Einspieler interviewt sich die Moderatorin in ihrem eigenen Wohnzimmer selbst. "Wie haben Sie eigentlich die Razzia erlebt, Frau Illner?" "Es war furchtbar, Frau Illner, wir waren kaum aufgestanden, da..."
irgendwer_bln 14.09.2010
Jeder Staatsanwalt, der halbwegs bei Trost ist, macht solche Aussagen nicht, wenn er nicht schon Beweise vorzuliegen hat. Und in letzter Zeit kommt es immer mehr in Mode, dass Vater Staat sich die Wählergunst über die [...]
Zitat von sysopEin Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn sagte, es deute alles darauf hin, dass die Zahlungen an Regierungsbeamte gegangen seien. Die Ermittlungen stünden aber noch ganz am Anfang.
Jeder Staatsanwalt, der halbwegs bei Trost ist, macht solche Aussagen nicht, wenn er nicht schon Beweise vorzuliegen hat. Und in letzter Zeit kommt es immer mehr in Mode, dass Vater Staat sich die Wählergunst über die Sanktionierung beim Volk umbeliebter Unternehmen sucht. GO ON ANGIE
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Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen. Weltweit betreut sie fast 200 Millionen Kunden in rund 50 Ländern und beschäftigt etwa 260.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn entstand 1995 aus den Bereichen für Telekommunikation und Fernmeldedienst der öffentlich-rechtlichen Deutschen Bundespost, als diese privatisiert wurde. 1996 ging die Telekom an die Börse. Im Sommer 2010 hielt die Bundesrepublik rund 15 Prozent der Aktien direkt und weitere knapp 17 Prozent indirekt über die KfW Bankengruppe. 2009 hatte die Telekom einen Umsatz von knapp 65 Milliarden Euro.






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