Wirtschaft


Reichste Frau Deutschlands: Susanne Klatten investiert in Start-ups

Deutschlands Jungunternehmer können sich künftig Geld bei der reichsten Frau des Landes borgen: 25 Millionen Euro will Susanne Klatten in Start-ups investieren. Im Fokus der Quandt-Erbin stehen Firmen aus der Informations-, Kommunikations- und Medizintechnik.

Quandt-Erbin Susanne Klatten: Deutschlands reichste Frau macht jetzt in Start-upsZur Großansicht
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Quandt-Erbin Susanne Klatten: Deutschlands reichste Frau macht jetzt in Start-ups

München - Deutschlands reichste Frau setzt auf gerade erst gegründete Unternehmen: Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten investiert erstmals in Start-ups. Die Milliardärin sagte am Freitag, sie sei maßgeblich an einem extra dafür von der Technischen Universität München aufgelegten Fonds beteiligt. Dieser hat zunächst ein Volumen von zwölf Millionen Euro. Bis 2012 sollen es 25 Millionen Euro werden.

Laut Klatten, die als Opfer einer Erpressung in der Öffentlichkeit stand, fehlt es in Deutschland weniger an Ideen, sondern an der Bereitschaft von Investoren, mit jungen Unternehmen ein Risiko einzugehen. Klatten will nun gezielt Firmen aus der Informations- und Kommunikationstechnik sowie Medizintechnik fördern. Erste Geschäftsideen werden bereits geprüft. Pro Unternehmen sind maximal drei Millionen Euro vorgesehen.

Neugründungen brauchen nicht nur beim Aufbau des Unternehmens und der Entwicklung des Produkts Geld, sondern vor allem für eine zügige internationale Markteinführung, um nicht von größeren Konzernen nachgeahmt und abgehängt zu werden. Zu den Renditeerwartungen wollten sich die Initiatoren des Fonds nicht äußern. Im Umfeld hieß es, es seien zunächst gut zehn Prozent angepeilt. Wagnis-Kapitalgeber verdienen ihr Geld in der Regel mit sehr wenigen erfolgreichen Finanzierungen. Der Großteil der Förderungen schlägt fehl.

Klatten betonte, dieses - für sie sehr kleine - Investment sei von den anderen Beteiligungen getrennt zu sehen. Sie ist unter anderen noch Großaktionärin bei BMW, dem Grafitspezialisten SGL Carbon und dem Spezialchemiekonzern Altana.

Das Vermögen von Susanne Klatten beläuft sich laut "Forbes"-Liste auf umgerechnet gut zehn Milliarden Euro. Sie ist die Tochter von Herbert Quandt und dessen dritter Frau Johanna. Mit dem Tod des Vaters 1982 erbte Klatten gemeinsam mit ihrem Bruder Stephan einen Großteil des Vermögens der Industriellenfamilie Quandt.

kra/Reuters

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  • Freitag, 01.07.2011 – 15:44 Uhr
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