Schraubenkönig Würth Meine Jacht, meine Frau, mein Problem

Der Besitz einer Luxusjacht ist ein pures Vergnügen? Weit gefehlt. Für Schraubenkönig Reinhold Würth bringt seine "Vibrant Curiosity" laut "Handelsblatt" jedenfalls ein Problem mit sich - ein "familiäres".


Müßiggang und Verschwendung sind Reinhold Würth ein Dorn im Auge. Dass er eine Luxusjacht besitzt, steht für ihn dazu nicht im Widerspruch, wie er anlässlich seines 80. Geburtstags nun im "Handelsblatt" ausplauderte.

Die "Vibrant Curiosity" (etwa: "Lebhafte Neugier") sei "weniger Spielzeug als Geldanlage", sagte der Unternehmer, der gemeinhin mit dem Beinamen Schraubenkönig betitelt wird. Und wie es sich für eine Geldanlage gehört, bringt der Kahn für Würth kein reines Vergnügen.

"Mein Problem mit dem Schiff ist eher ein familiäres", gestand er im Interview mit der Zeitung ein: "Meine Frau ist nicht so gern auf dem Wasser. Sie wird schnell seekrank." Als er mit ihr in den norwegischen Fjorden unterwegs war, spielten sich denn auch Dramen an Deck ab: "Carmen, schau mal, diese wunderbare Landschaft!", habe er morgens zu ihr gesagt. Ihre Antwort: "Jetzt seh ich schon seit 14 Tagen nichts anderes als die blöden Buckel."

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Fotostrecke: Luxus pur auf dem Wasser
Der württembergische Unternehmer hatte seine Super-Jacht im Frühjahr 2009 eingeweiht - ausgerechnet in einer Zeit, in der er seinen Beschäftigten Kurzarbeit und Lohnkürzungen verordnet hatte. Auf die Frage, was das Schönste an der Jacht sei, sagt er heute: "Dass sie schwimmt."

bos



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