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Rekordpreis: Gold ist teurer als jemals zuvor

Der Goldpreis auf neuem Rekordhoch: Mehr als 1200 Dollar kostete die Feinunze am Dienstag. Anleger fürchten steigende Inflationsraten und setzen deshalb weiterhin auf das Edelmetall. Zudem wird der Preis durch Spekulationen getrieben, dass einige Notenbanken ihre Goldreserven aufstocken.

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REUTERS

Kostbar: Gold ist so teuer wie nie zuvor

London - Der Goldpreis hat seinen Höhenflug mit einem neuen Rekordhoch fortgesetzt: Am Dienstag knackte Gold erstmals die Marke von 1200 Dollar. Am frühen Abend stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1201,40 Dollar - ein historischer Höchststand. Erst Anfang November wurde erstmals die Marke von 1100 Dollar gerissen.

Händler erklärten die anhaltende Goldhausse vor allem mit dem schwachen Dollar. Gegenüber anderen Währungen, so auch gegenüber dem Euro, hat der Dollar in den vergangenen Monaten stark an Boden verloren. Grund sind nicht zuletzt die niedrigen Zinsen in den USA. Die schwache US-Währung stützt die Nachfrage nach dem gelbem Edelmetall, das vorwiegend in Dollar gehandelt wird.

Darüber hinaus verweisen Marktbeobachter seit langem auf ein starkes Anlegerinteresse und eine hohe physische Gold-Nachfrage. Gold gilt traditionell als Schutz vor Geldentwertung. Und die immer noch expansive Geldpolitik vieler großer Notenbanken schürt bei Anlegern die Angst vor einer mittel- bis langfristig steigenden Inflation. Darüber hinaus gelten die wacklige Konjunkturerholung in vielen großen Industrienationen und die immer noch unsichere Lage an den Finanzmärkten als Grund. Zuletzt hatten Zahlungsprobleme der größten staatlichen Investmentgesellschaft Dubais für starke Verunsicherung an den Märkten gesorgt.

"Der große Optimismus der Finanzanleger stellt mittelfristig einen Risikofaktor für den Goldpreis dar", warnte die Commerzbank. Das spekulative Interesse sei allerdings immer noch hoch. Unterstützung erhält der Goldpreis derzeit auch von Spekulationen, wonach unter anderem die indische Notenbank ihre Goldreserven weiter aufstocken will. Anfang November erst hatte Indien 200 Tonnen Gold vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gekauft und damit die Goldrallye mit angeheizt.

otr/dpa/AFP

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